Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Anklage gegen Ex-Präsidenten der Elfenbeinküste fallengelassen

Den Haag (epd). Der Internationale Strafgerichtshof lässt das Verfahren gegen den früheren Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, fallen. Die Richter in Den Haag entschieden am Dienstag, dass die Beweise für eine Fortsetzung des Prozesses nicht ausreichten. Der 73-Jährige wurde wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Gewalt nach den Wahlen 2010 angeklagt.

Kongos Wahlverlierer Fayulu will vor Gericht ziehen

Genf/Kinshasa (epd). Im Kongo dauert der Streit um das Ergebnis der Präsidentenwahl an. Der laut der Wahlkommission unterlegene Kandidat Martin Fayulu will das Wahlergebnis vor dem Verfassungsgericht anfechten.

UN: Heftige Gefechte in Ostsyrien

Genf (epd). Die Vereinten Nationen haben sich tief besorgt über neue Kämpfe im Raum Hadschin im Osten Syriens geäußert. Immer mehr Zivilisten, darunter Kinder und Frauen, fielen der Gewalt zum Opfer, erklärte ein Sprecher des Flüchtlingshilfswerks UNHCR am Freitag in Genf. Tausende Menschen seien auf der Flucht. Genaue Angaben über Tote und Verletzte konnte der Sprecher nicht machen.

Deutschland übernimmt befristeten Sitz in UN-Sicherheitsrat

New York/Osnabrück (epd). Deutschland wird ab Dienstag für zwei Jahre einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einnehmen. Damit werde die Bundesrepublik zum sechsten Mal in dieser Rolle eine wichtige Verantwortung für Frieden und Sicherheit in der Welt spielen, teilte die Ständige Vertretung Deutschlands bei den UN in New York mit. 

Bedford-Strohm kritisiert Rüstungsexporte

Frankfurt a.M. (epd). Spitzenvertreter der evangelischen Kirche haben einen stärkeren Einsatz für Frieden gefordert. In seiner am Freitag verbreiteten Botschaft zum Jahreswechsel kritisierte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, die deutsche Rüstungsexport-Politik. „Am Reden vom Frieden fehlt es nicht.

EKD-Friedensbeauftragter hofft auf deutsche Stimme im Sicherheitsrat

Bremen (epd). Der kirchliche Friedensbeauftragte Renke Brahms erhofft sich von Deutschland eine starke Stimme für den Wert multilateraler Abkommen, wenn die Bundesrepublik ab Januar für zwei Jahre im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vertreten ist. Weltweite Kooperationen und Vereinbarungen seien eine wichtige Grundlage der Verständigung, sagte Brahms dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Bischof Meister: Europa ist die Lösung und nicht das Problem

Hannover (epd). Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister ruft die Kirchen angesichts der Wahlen zum EU-Parlament im Mai zu einem aktiven Wahlkampf auf. "Wir brauchen neben den üblichen Wahlaufrufen der Bischöfe ein breites Spektrum von Initiativen, ohne dabei parteipolitisch zu werden", sagte der evangelische Theologe im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Unicef beklagt extreme Gewalt gegen Kinder in Kriegen und Konflikten

Köln (epd). Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat 2018 als ein "grausames Jahr" für Millionen Kinder bezeichnet. In Konfliktgebieten rund um die Welt hätten Mädchen und Jungen "ein extremes Ausmaß an Gewalt" erlitten, erklärte der Leiter der Nothilfe-Programme von Unicef, Manuel Fontaine, am Freitag in Köln. "Und die Weltgemeinschaft hat dabei versagt, sie zu schützen." 

Trump kündigt Truppenabzug in Afghanistan an

Dubai/Kabul (epd). US-Präsident Donald Trump plant einen Teilabzug der Truppen aus Afghanistan. Nach Berichten von US-Medien sollen im Frühjahr 2019 nur noch etwa 7.000 US-Soldaten am Hindukusch verbleiben. Die Entscheidung während laufender Friedensverhandlungen mit den Taliban kommt für die Regierung in Kabul, aber auch für die Nato unerwartet.