Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Mit Entwicklungsgeldern das Militär ertüchtigen

Die EU-Kommission möchte den Finanztopf der Union für zivile Konfliktbearbeitung künftig auch für militärische Zwecke nutzen. Aus dem „Instrument für Stabilität und Frieden“ (IcSP) sollen Ausrüstung und Ausbildung für Streitkräfte in Drittstaaten finanziert werden. Brot für die Welt lehnt diese Pläne entschieden ab. „Das ist eine friedens- und entwicklungspolitische Bankrotterklärung.

UN: Zahl der zivilen Opfer des Ukraine-Konflikts steigt

Genf (epd). Die Zahl der zivilen Opfer des Konflikts in der Ost-Ukraine ist nach Angaben der Vereinten Nationen stark gestiegen. Von Anfang Januar bis Mitte Juni 2017 wurden 67 Zivilisten getötet und 308 verletzt, wie der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra'ad al-Hussein, am Mittwoch in Genf mitteilte. 

Forderung nach Ende der Bundeswehr-Unterstützung im Kampf gegen "IS"

Minden (epd). Die Friedensorganisation "Bund für soziale Verteidigung" fordert im Krieg gegen den "Islamischen Staat" ein Ende der Bundeswehrunterstützung in der arabischen Region. Anstatt einer Verlegung deutscher Soldaten von der Türkei nach Jordanien sollte der Bundestag die Einheiten sofort zurückholen, erklärte die Friedensorganisation am Dienstag in Minden.

UN: "Grauenhafte" Gewalt im Süden des Kongo

Genf/Kinshasa (epd). Die Gewalt im Süden des Kongo hat den UN zufolge grauenhafte Ausmaße angenommen. Eine von Kongos Regierung ausgerüstete Miliz überfalle gezielt Angehörige bestimmter Volksgruppen in der Kasai-Region, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra'ad al-Hussein, am Dienstag in Genf.

Katholische Kirche in der EU fordert Abrüstungsstrategie

Brüssel (epd). Die katholischen Bischöfe in Europa haben die EU zu einer Abrüstungsstrategie aufgefordert. Die langfristige Strategie sollte auch die Nuklearrüstung umfassen und in das Sicherheitskonzept der EU integriert werden, heißt es in einer Stellungnahme der 

Käßmann kritisiert deutsche Waffenexporte

Hannover/Berlin (epd). Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat die deutschen Waffenexporte scharf kritisiert. "Wir beklagen die Kriege dieser Welt, aber wir verdienen an ihnen", heißt es in einem Beitrag der Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für die "Bild am Sonntag".

Beteiligung am Kölner Friedensmarsch geringer als erwartet

Köln (epd). Die Beteiligung am Friedensmarsch "Nicht mit uns - Muslime und Freunde gegen Gewalt und Terror" am Samstag in Köln ist deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Veranstalter hatten mit rund 10.000 Teilnehmern gerechnet.

Misereor fordert langfristige Friedens- und Flüchtlingspolitik

Aachen (epd). Das katholische Hilfswerk Misereor fordert zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni einen realistischen Blick der internationalen Politik auf die globale Flüchtlingskrise. Weltweit seien mehr als 65 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter fast 41 Millionen als Binnenvertriebene, erklärte das Werk für Entwicklungszusammenarbeit am Freitag in Aachen.

UN-Staaten verhandeln über Atomwaffen-Verbot - ohne Deutschland

New York/Genf (epd). Bei den Vereinten Nationen haben am Donnerstag die entscheidenden Verhandlungen über ein Verbot von Atomwaffen begonnen. In New York wollen rund 130 Staaten bis zum 7. Juli einen internationalen Vertrag abschließen. Die neun Atomwaffenstaaten, darunter die USA und Russland, nehmen an den Gesprächen nicht teil.

Fachleute fordern mehr Gespräche mit Russland und "neue Ostpolitik"

Loccum/Kr. Nienburg (epd). Russlandkenner haben im aktuellen Ost-West-Konflikt für verstärkte Gespräche mit der russischen Regierung geworben. Viele Werkzeuge und Plattformen dazu seien noch aus der Ära der "Ostpolitik" da, sagte der Berliner evangelische Theologe Konrad Raiser, bei einer bis zum Freitag laufenden Tagung in der Evangelischen Akademie Loccum bei Nienburg.