Kirche und Militär stehen in ambivalenter Beziehung. Einerseits hat in den Kirchen die Position des radikalen Pazifismus seinen Platz. Andererseits legitimieren kirchliche Stellungnahmen den Einsatz des Militärs als letztes Mittel zur Selbstverteidigung oder auch in einer Schutzverantwortung für andere. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland verbinden Verträge Kirche und Staat, auch in Bezug auf die Seelsorge in der Bundeswehr. Dieses Spannungsfeld bedarf der stetigen und profunden Gewissensbildung, Meinungsfindung und Handlungsbegründung auf individueller, kirchlicher und staatlicher Ebene.

Militär

Enns: Den Ruf von Feindes- und Nächstenliebe nicht überhören

Am „Ort des höchsten Ausdrucks der Abschreckungslogik“ den Ruf von Jesus Christus zur Feindes- und Nächstenliebe nicht zu überhören, dazu rief der mennonitische Theologe Professor Dr. Fernando Enns (Hamburg) bei einem ökumenischen Gottesdienst zum 5. Kirchlichen Aktionstag gegen Atomwaffen am Fliegerhorst in Büchel auf.

Evangelischer Friedensbeauftragter warnt vor nuklearem Wettrüsten

Bonn, Erfurt (epd). Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Friedrich Kramer, hat vor einem nuklearen Wettrüsten gewarnt. Nach Einschätzung des schwedischen Forschungsinstituts SIPRI werde die Zahl der Sprengköpfe im Besitz der Atomwaffenstaaten in der nächsten Zeit steigen, erklärte Kramer am Freitag in Bonn.

EKD-Friedensbeauftragter warnt vor einer nuklearen Aufrüstung

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Friedrich Kramer, hat die Bedeutung des am 22. Januar 2021 in Kraft getretenen Atomwaffenverbotsvertrags betont und das Ziel einer atomwaffenfreien Welt angemahnt.

"Eine Geißel der Menschheit"

Landsberg am Lech (epd). Rund 200 Mitglieder der Initiative „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs“ (IPPNW) treffen sich vom 17. bis 19. Juni in Landsberg zu einem „Friedenskongress“ anlässlich des 40-jährigen Bestehens der deutschen IPPNW-Sektion. Für den 18. Juni ist eine öffentliche Aktion geplant.

Bischof Wilmer warnt vor neuer Flüchtlingskrise

Hildesheim, Osnabrück (epd). Der Hildesheimer katholische Bischof Heiner Wilmer hat vor einer neuen Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer gewarnt. In Afrika drohe angesichts steigender Lebensmittelpreise durch den Ukrainekrieg eine „riesige Hungerkrise“, die Menschen zur Flucht Richtung Europa treibe, sagte Wilmer den Zeitungen der Verlagsgruppe Bistumspresse in Osnabrück.

Erneut Soldat der UN-Mission in Mali getötet

Frankfurt a.M., Amman (epd). In Mali ist erneut ein Soldat der UN-Friedensmission Minusma getötet worden. Der Jordanier sei im Dienst einer schnellen Eingreiftruppe der Mission gestorben, berichtete die jordanische Nachrichtenagentur Petra am Donnerstagabend unter Berufung auf eine Quelle der jordanischen Armee. Das malische Nachrichtenportal „Maliactu“ berichtete darüber am Freitag.

Käßmann bekräftigt Kritik an Waffenlieferungen

Düsseldorf (epd). Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, hat ihre Kritik an den Waffenlieferungen Deutschlands an die Ukraine bekräftigt. „Wer jetzt gegen schwere Waffen ist, wird als 'Lumpen-Pazifist' oder 'fünfte Kolonne Putins‘ diffamiert. Das kann ich nicht hinnehmen“, sagte Käßmann der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Samstag).

Kirchlicher Aktionstag am 25. Juni in Büchel für eine atomwaffenfreie Welt

Am Samstag, 25. Juni, wird es den 5. Kirchlichen Aktionstag für eine atomwaffenfreie Welt am Fliegerhorst Büchel in der Eifel geben. Geplant ist dabei ein ökumenischer Gottesdienst direkt vor dem Haupttor des Luftwaffenstützpunktes, außerdem wird es ein Informations- und Kulturprogramm geben.