Staat und Zivilgesellschaft sind auf das Engagement ihrer Bürger*innen angewiesen. In den derzeitigen Krisenzeiten fragen viele danach, wie der Zusammenhalt und die Verantwortung füreinander gestärkt werden können.
Deutschland ist auf gute Beziehungen zu anderen Staaten und nicht zuletzt auch zivilgesellschaftliche Vernetzung angewiesen. Davon ist ein breites Bündnis aus Trägerorganisationen internationaler Freiwilligendienste überzeugt und kritisiert Kürzungen der Bundesregierung bei Förderprogrammen, die auf interkulturelle Begegnungen und Lernerfahrungen junger Menschen abzielen.
Mit der Friedensdenkschrift der EKD befasst sich ein Friedenskongress. Referenten sind unter anderem der EKD-Friedensbeauftragte Kramer und die frühere "Brot für die Welt"-Chefin Füllkrug-Weitzel.
Seit Januar hat die Bundeswehr gut 40.000 Fragebögen für den freiwilligen Wehrdienst an 18-Jährige verschickt. Der parlamentarische Staatssekretär Sebastian Hartmann ist zuversichtlich, dass sich genügend Freiwillige finden.
Ab Freitag geht es bei der Münchner Sicherheitskonferenz wieder um sicherheits- und verteidigungspolitische Fragen. Dringend müsse auch über einen Stopp der nuklearen Aufrüstung gesprochen werden, fordern Friedensdienste.
Eine Umfrage bei den Kliniken zeigt: Fast alle würden im Falle der Rückkehr zum Zivildienst die jungen Männer beschäftigen - aber nur, wenn der Staat den Löwenanteil der Personalkosten trägt.
Bisher können in Deutschland nur Männer verpflichtet werden, einen Dienst beim Militär oder im sozialen Bereich zu leisten. Die Frauen in der CDU fordern nun, dass auch junge Frauen den neuen Wehrdienst-Fragebogen ausfüllen müssen.
Berlin (epd). Das Ignorieren der neuen Vorschriften zum Wehrdienst kann teuer werden. Wenn ein junger Mann der Verpflichtung zum Ausfüllen des Fragebogens nicht nachkommt oder dabei falsche Angaben macht, kann eine Geldbuße bis 1.000 Euro die Folge sein, wie ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte.
Ein "Recht auf Freiwilligendienste" hat die badische Diakonie-Chefin Sabine Jung gefordert. Diese sollten als Alternative zum Wehrdienst aufgebaut und finanziell attraktiver werden.