Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Geldmangel gefährdet UN-Hilfe in Zentralafrika

Genf (epd). Geldmangel gefährdet nach Angaben der Vereinten Nationen die humanitäre Hilfe für Zehntausende notleidende Menschen in der Zentralafrikanischen Republik. Der humanitäre Luftdienst der UN stehe kurz vor Zahlungsunfähigkeit und könne keine Helfer und Güter mehr in entlegene Gebiete des Konfliktlandes fliegen, warnte das Welternährungsprogramm (WFP) am Dienstag in Genf.

Kirchen machen Regierung mitverantwortlich für Jemen-Katastrophe

Berlin (epd). Die beiden großen Kirchen haben die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung scharf kritisiert und eine Kehrtwende gefordert. Die Regierung sei mitverantwortlich für die humanitäre Katastrophe im Jemen, erklärten die Kirchenvertreter am Montag in Berlin bei der Vorstellung des diesjährigen Rüstungsexportberichts der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE).

Linke kritisieren Waffenexporte an Litauen

Hannover (epd). Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Sevim Dagdelen, hat deutsche Waffenlieferungen an den Nato-Staat Litauen kritisiert. "Die Aufrüstung von unmittelbaren Nachbarn Russlands seit Ende des Kalten Krieges durch die Bundesregierung ist absolut unverantwortlich", sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Samstag).

EKD-Friedensbeauftragter besorgt über drohende Entwicklungen der EU hin zur Militärmacht

Besorgt hat sich der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Pastor Renke Brahms (Bremen), über die aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen der Europäischen Union gezeigt. Anlass sind die Beratungen zum Europäischen Verteidigungsfonds im Rahmen des Mehrjährigen Finanzrahmens der EU im Europäischen Parlament in dieser Woche.

Neue Richtlinien für Rüstungsexporte vermutlich erst 2019

Berlin (epd). Die Bundesregierung vertagt die Überarbeitung der Richtlinien für den Export von Rüstungsgütern ins nächste Jahr. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Mittwoch bei ihrer Befragung im Bundestag, sie verspreche, die Bundesregierung werde spätestens im ersten Halbjahr 2019 damit fertig sein.

WHO: Rund 10.000 Tote im Jemen-Krieg

Genf (epd). Im Jemen-Krieg sind seit März 2015 laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 9.900 Menschen getötet worden. Gleichzeitig hätten rund 60.200 Menschen Verletzungen erlitten, teilte die WHO am Montag in Genf mit. Insgesamt seien somit bis Ende Oktober 2018 mehr als 70.000 Kinder, Frauen und Männer zu Opfern der Gewalt geworden.

Forscher: Rüstungsgeschäfte auf rund 400 Milliarden Dollar gestiegen

Stockholm/Osnabrück (epd). Die 100 weltgrößten Rüstungskonzerne haben nach Angaben von Friedensforschern im vergangenen Jahr ihren Umsatz erhöht. 2017 verkauften die Unternehmen Waffen und militärische Dienstleistungen im Wert von 398,2 Milliarden US-Dollar (349,6 Milliarden Euro), wie das Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag in Stockholm mitteilte.

Friedensnobelpreisträger nehmen Weltgemeinschaft in die Pflicht

Oslo (epd). Vor der feierlichen Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo haben der kongolesische Arzt Denis Mukwege und die jesidische Aktivistin Nadia Murad die Weltgemeinschaft in die Pflicht genommen. Konkrete Schritte gegen sexuelle Gewalt als Waffe in Kriegen und Konflikten seien unabdingbar, betonten die beiden Preisträger am Sonntag in Oslo.

Vatikan kritisiert Russland für Destabilisierung der Ukraine

Rom (epd). Der Vatikan hat Russland indirekt für sein Vorgehen in der Ukraine kritisiert. Unter Anspielung auf die Annexion der Krim und die Einflussnahme Moskaus auf die Ostukraine forderte der vatikanische "Außenminister" Paul Richard Gallagher Vatikanangaben vom Freitag zufolge beim OSZE-Außenministertreffen, "auf Aktionen zur Destabilisierung von Nachbarländern zu verzichten".