Immense Staatsausgaben werden für Rüstung ausgegeben. Deutschland ist einer der größten Waffenproduzenten und -exporteure der Welt. Die Kirchen sind sich einig, dass Rüstungsexporte restriktiv geregelt werden müssen und in Krisengebiete verboten werden sollten. Auch angesichts kriegerischer Auseinandersetzungen stellt sich die Frage nach (Auf- bzw. Ab-)Rüstung neu und fordert eine Positionierung heraus.

Rüstung

Weißbuch wird zu mehr KDV-Anträgen und zu neuen Waffen-Definitionen führen

Das neue „Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr“ wird zu mehr Anträgen auf Kriegsdienstverweigerung gerade unter Reservisten führen, aber auch eine neue Definition von Waffen erfordern. Davon ist die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) überzeugt.

Zu viel Sicherheit, zu wenig Frieden

„Zu viel Sicherheit, zu wenig Frieden“, das ist die erste Einschätzung, die der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),  Renke Brahms, und der Evangelische Militärbischof, Sigurd Rink, zum vergangene Woche erschienenen „Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr“ abgegeben haben.

Aufrüstung der Bundeswehr mit Kampfdrohnen verzögert sich

Berlin (epd). Die Aufrüstung der Bundeswehr mit Kampfdrohnen verzögert sich offenbar. Grund sei die Klage eines US-Rüstungsunternehmens gegen die Vergabe des Auftrages nach Israel, berichtet "Der Spiegel". Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte im Januar entschieden, bis zu fünf Drohnen zu leasen.

Kirchen kritisieren Waffenverkäufe als Gefährdung des globalen Friedens

Berlin (epd). Der Wert der deutschen Rüstungsexporte ist auch im ersten Halbjahr 2016 einem Zeitungsbericht zufolge wieder gestiegen. Wie die Tageszeitung „Die Welt“ (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, wurden Genehmigungen für Waffenexporte im Wert von rund vier Milliarden Euro erteilt.