Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Mali: Mutmaßlicher Kriegsverbrecher an Strafgerichtshof überstellt

Den Haag (epd). Der Internationale Strafgerichtshof macht einem weiteren mutmaßlichen Kriegsverbrecher aus Mali den Prozess. Der Chef einer islamistischen Miliz, Al Hassan Ag Abdoul Aziz Ag Mohamed Ag Mahmoud, wurde am Samstag nach Den Haag überstellt, wie das Gericht in der Nacht zum Sonntag mitteilte.

Friedensbewegung mobilisiert an Ostern gegen Kriege und Gewalt

Frankfurt a.M./Kaiserslautern/Saarbrücken (epd). Mit Demonstrationen, Fahrradtouren und Mahnwachen will die deutsche Friedensbewegung auch in diesem Jahr zu Ostern gegen Kriege, Gewalt und Unterdrückung mobilisieren. Vom 30. März bis 2. April finden bundesweit mehr als 100 Ostermärsche und Aktionen statt, wie das in Bonn ansässige "Netzwerk Friedenskooperative" auf seiner Website mitteilt.

EU-Kommission will fürs Militär das Verkehrsnetz verbessern

Brüssel (epd). Die EU-Kommission will Straßen und Brücken in der EU für Militärtransporte tauglich und innereuropäische Grenzen leichter passierbar machen. Ziel sei es, bei der Planung von Infrastruktur die militärischen Bedürfnisse zu berücksichtigen, teilte EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc am Mittwoch bei der Vorstellung eines Aktionsplans in Brüssel mit.

Erzbischof Burger: Syrien braucht Hilfe

Freiburg/Aleppo (epd). Syrische Flüchtlinge sollten nach Ansicht des Freiburger Erzbischofs Stephan Burger nicht in ihre Heimat zurückgeschickt werden. "Viele Wohnungen sind nicht bewohnbar, die Industrie ist zerstört, und die Dörfer sind leer gefegt", sagte der Erzbischof am Dienstag in Freiburg. In der jetzigen Situation sei kein Leben möglich.

Unicef fordert Freilassung aller Kindersoldaten im Jemen

Genf (epd). Zu Beginn des vierten Jahres des Jemen-Konflikts haben die UN erneut die sofortige Freilassung aller Kindersoldaten verlangt. Seit März 2015 hätten Konfliktparteien mindestens 2.419 Minderjährige rekrutiert, teilte das Kinderhilfswerk Unicef am Dienstag in Genf mit.

Guterres fordert friedliche Lösung des Jemen-Krieges

New York (epd). Drei Jahre nach dem Eintritt Saudi-Arabiens in den Krieg im Jemen hat UN-Generalsekretär António Guterres eine friedliche Beilegung gefordert. Der Jemen-Konflikt müsse auf dem Verhandlungsweg und nicht militärisch gelöst werden, erklärte Guterres am Montag in New York. Er verlangte von den Kriegsparteien, die Zivilisten zu schonen und keine zivilen Einrichtungen anzugreifen.

"Die Weltlage ist äußerst brisant"

Bonn/Düsseldorf (epd). Mit Demonstrationen, Fahrradtouren und Mahnwachen demonstriert die deutsche Friedensbewegung auch in diesem Jahr für Abrüstung und gewaltfreie Konfliktlösungen. Bundesweit sind nach Angaben des "Netzwerks Friedenskooperative" in Bonn rund hundert Veranstaltungen geplant.

Seit drei Jahren Hunger und Bomben im Jemen

Berlin/Sanaa (epd). Drei Jahre nach dem Eintritt Saudi-Arabiens in den Krieg im Jemen beklagen Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen eine dramatische Situation in dem Land. Zugleich wurde Kritik an deutschen Rüstungsexporten laut. Mehr als sieben Millionen Menschen seien im Jemen vom Hungertod bedroht, berichtete die "Aktion Deutschland Hilft" am Freitag.