Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Offensive im Jemen-Krieg bedroht Tausende Zivilisten

Frankfurt a.M./Genf (epd). Hilfsorganisationen schlagen wegen heftiger Kämpfe um die Hafenstadt Hodeidah im Jemen Alarm. Huthi-Rebellen hätten auf einem Krankenhaus Stellung bezogen und brächten damit Patienten und medizinisches Personal in höchste Gefahr, beklagte Amnesty International am Donnerstag. Die militärische Nutzung des Hospitals verstoße gegen internationales humanitäres Recht.

Stoltenberg: Unberechenbarkeit in Politik gefährdet Frieden

Osnabrück (epd). Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sieht eine Unberechenbarkeit der internationalen Politik als größte Gefahr für den Frieden. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag) sagte Stoltenberg: "Heute ist das größte Risiko die Unvorhersehbarkeit. Anders als im Kalten Krieg können wir uns heute nicht mehr auf eine klare Bedrohung konzentrieren."

Lippische Landeskirche befasst sich neu mit dem Thema Frieden

Die Diskussion über Auslandseinsätze der Bundeswehr nimmt die Lippische Landeskirche mit zwei Veranstaltungen neu auf. Am Dienstag, 13. November, referiert Ulrich Frey von der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden über das Thema „Militärische Gewalt überwinden – Auslandseinsätze und der christliche Glaube“. Beginn ist um 20 Uhr im Gemeindehaus der ev.-ref. Kirchengemeinde St.

Ärzte-Initiative IPPNW warnt vor Gefahr eines Atomkriegs

Landsberg am Lech (epd). Die ärztliche Friedensinitiative IPPNW warnt vor den Gefahren eines Atomkriegs. Mit der Aufkündigung des INF-Vertrages drohe "eine neue atomare Rüstungsspirale wie zu Zeiten des Kalten Krieges.

ICAN-Vorstand: Kündigung des INF-Vertrags ist keine Lösung

Baden-Baden/Berlin (epd). Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen ICAN hält es für wahrscheinlich, dass sowohl Russland als auch die USA den INF-Vertrag über Mittelstreckenraketen verletzen. Trotzdem könne die Lösung nicht sein, das Abkommen zu kündigen, sagte ICAN-Vorstandsmitglied Martin Hinrichs (Berlin) am Mittwoch dem Südwestrundfunk (SWR) in Baden-Baden.

Evangelische Friedensarbeit: Keine Waffen an Saudi-Arabien

Bonn (epd). Die Evangelische Friedensarbeit hat sich für einen europäischen Rüstungsboykott gegen Saudi-Arabien ausgesprochen. "Hier muss Europa mit einer Stimme sprechen und deutlich machen, dass es für gemeinsame Werte steht", erklärte Renke Brahms, der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), am Dienstagabend in Bonn.

EKD-Ratschef fordert deutlichere Einschränkung von Waffenexporten

Genf (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, fordert von der Bundesregierung deutlichere Restriktionen bei Waffenexporten. Die Regierung müsse die Ausfuhr von Rüstungsgütern wesentlich strenger handhaben, sagte Bedford-Strohm dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Wochenende in Genf. 

EU-Parlament ruft zu Waffenembargo gegen Saudi-Arabien auf

Brüssel/Straßburg (epd). Nach dem Tod des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi hat das Europaparlament die EU-Regierungen zu einem Stopp der Waffenexporte nach Saudi-Arabien aufgerufen. In einem sogenannten gemeinsamen Standpunkt sollten sich die Regierungen auf ein Embargo verständigen, erklärte das Parlament am Donnerstag in Straßburg.