Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Sie gibt dem Leiden der Jesiden ein Gesicht

Stuttgart/Mossul (epd). Die Jesidin Nadia Murad wuchs im Nordirak ärmlich, aber glücklich auf. Sie ging zur Schule und träumte davon, einen Friseursalon zu eröffnen. Bis die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im August 2014 ihr Dorf Kocho angriff und das behütete Leben der damals 21-Jährigen mit einem Schlag zerstörte: Hunderte Männer wurden hingerichtet - darunter auch sechs ihrer Brüder.

Die Hoffnung geschändeter Frauen

Bukavu/Tübingen (epd). An Ehrungen mangelt es Denis Mukwege nicht. Den Menschenrechtspreis der Vereinten Nationen erhielt der Arzt 2008, den Sacharow-Preis des Europäischen Parlament 2014. Und in diesem Jahr nun den Friedensnobelpreis gemeinsam mit der Jesidin Nadia Murad für den Kampf gegen sexuelle Gewalt. 

ARD: Streit in der Koalition über Kleinwaffen-Lieferungen

Berlin (epd). Zwischen Union und SPD gibt es einem Bericht zufolge Streit über die Frage von Kleinwaffenlieferungen außerhalb von Nato und EU. In der Koalition ist man demnach uneinig, ob Pistolen und Revolver als Kleinwaffen gelten sollen.

Jemen: UN-Ermittler werfen Konfliktparteien Kriegsverbrechen vor

Genf (epd). Ermittler der Vereinten Nationen werfen den Konfliktparteien im Jemen Kriegsverbrechen vor. Entsetzliche Taten verschärften das Leiden von Millionen Kindern, Frauen und Männern in dem arabischen Land, warnte die stellvertretende UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Kate Gilmore, am Mittwoch in Genf.

UN-Generalsekretär: Mandela war eine der größten Persönlichkeiten

Genf/New York (epd). UN-Generalsekretär António Guterres hat den vor 100 Jahren geborenen südafrikanischen Freiheitskämpfer Nelson Mandela als eine der größten Führungspersönlichkeiten der Menschheit gewürdigt. Mandela habe die höchsten Werte der Vereinten Nationen verkörpert, sagte Guterres am Montag in New York.

Afghanistan: Frühere Bundeswehr-Helfer wollen nach Deutschland

Hamburg (epd). Etliche frühere Bundeswehr-Helfer in Afghanistan verlangen laut einem "Spiegel"-Bericht bislang vergeblich, nach Deutschland ausreisen zu können. Wie das Nachrichtenmagazin meldet, demonstrieren seit drei Wochen rund 150 Afghanen vor dem Bundeswehrlager Camp Marmal bei Masar-i-Scharif, darunter Dutzende Ex-Angestellte der Bundeswehr. 

Misereor: Friedensprozess am Horn von Afrika wie der Fall der Mauer

Aachen (epd). Das katholische Hilfswerk Misereor hat die Bundesregierung aufgefordert, den Friedensprozess zwischen den ehemals verfeindeten Ländern Äthiopien und Eritrea zu unterstützen. "Nach der Öffnung der Grenzen sind die Euphorie und Bewegung vor Ort groß", sagte der Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel am Freitag in Aachen.