Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Friedensforscher fordert Stärkung der Vereinten Nationen

Osnabrück (epd). Der Osnabrück Friedensforscher Ulrich Schneckener hält eine Stärkung der Vereinten Nationen und des Sicherheitsrates für notwendig, um Bürgerkriege wie in Syrien befrieden oder gar verhindern zu können. Bürgerkriege, die sich über staatliche Grenzen ausweiteten und internationalisierten, seien global die größte Bedrohung, sagte Schneckener dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Atomwaffengegner warnen vor unkontrollierbarem Wettrüsten

Berlin (epd). Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican) hat die Bundesregierung zur Vermittlung im Streit zwischen den USA und Russland aufgefordert. Zugleich kritisierte die Organisation die jüngste Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den INF-Vertrag zur Kontrolle von Mittelstreckenraketen zu verlassen.

Verlängerung von Bundeswehreinsatz gegen IS beschlossen

Berlin (epd). Der Bundestag hat die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien und im Irak beschlossen. Bei einer namentlichen Abstimmung votierte die Mehrheit der Abgeordneten für ein weitere Beteiligung von maximal 800 deutschen Soldaten an der internationalen Koalition.

Aleida Assmann: Ehrlicher Umgang mit Vergangenheit schafft Frieden

Frankfurt a.M./Bielefeld (epd). Die diesjährige Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, Aleida Assmann, ist angesichts des wachsenden Nationalismus in Europa "sehr alarmiert". "Der Nationalismus war hierzulande schon immer in Nischen vorhanden und nur stillgestellt", sagte sie auf Deutschland bezogen am Freitag auf der Frankfurter Buchmesse.

Friedensnobelpreis setzt Zeichen gegen sexuelle Gewalt

Frankfurt a.M./Oslo (epd). Der Friedensnobelpreis 2018 geht an den kongolesischen Arzt Denis Mukwege und die Jesidin Nadia Murad aus dem Irak. Damit würdigt das norwegische Nobelkomitee deren Einsatz zur Bekämpfung von sexueller Gewalt als Waffe in Kriegen und Konflikten.