Immense Staatsausgaben werden für Rüstung ausgegeben. Deutschland ist einer der größten Waffenproduzenten und -exporteure der Welt. Die Kirchen sind sich einig, dass Rüstungsexporte restriktiv geregelt werden müssen und in Krisengebiete verboten werden sollten. Auch angesichts kriegerischer Auseinandersetzungen stellt sich die Frage nach (Auf- bzw. Ab-)Rüstung neu und fordert eine Positionierung heraus.

Rüstung

Deutsche Rüstungsexporte sinken um mehr als die Hälfte

Die deutschen Rüstungsexporte sind im ersten Halbjahr 2025 um mehr als die Hälfte eingebrochen. Hauptgrund ist der drastische Rückgang bei Lieferungen an die Ukraine. Zugleich stiegen die Exporte nach Israel.

Debatte über EKD-Friedenspapier: Wadephul vermisst Ukraine-Position

Die evangelische Kirche hat eine neue Position zur Friedensethik vorgelegt und im politischen Berlin zur Diskussion gestellt. Außenminister Wadephul lobt die Anerkennung der Verteidigungsbemühungen durch die Kirche. Er vermisst aber auch etwas.

Reformierter Bund kritisiert EKD-Friedensdenkschrift

Die evangelische Kirche hat eine Friedensdenkschrift vorgelegt, in der sich die reale Bedrohung spiegeln soll. Die geänderte Position zu Atomwaffen wird vom Sprecher des Reformierten Bundes kritisch gesehen.

EKD-Ratsvorsitzende: Abschreckungsgedanke hat sich nicht erledigt

Bei der Synode der evangelischen Kirche wird es in diesem Jahr darum gehen, wie sie sich zu den Aufrüstungsbestrebungen verhält. Die EKD-Ratsvorsitzende verteidigt den politischen Kurs der Abschreckung, fordert aber "Abrüstung" in der Sprache.

Margot Käßmann: "Friedensbewegung ist ziemlich lebendig"

Stuttgart/Berlin (epd). An der Friedensdemonstration in Stuttgart haben am Tag der Deutschen Einheit nach Angaben der Veranstalter rund 15.000 Menschen teilgenommen. Die Stuttgarter Polizei gab auf epd-Anfrage an, keine Teilnehmendenzahlen zu veröffentlichen. Zeitgleich fand in Berlin unter dem gemeinsamen Motto „Nie wieder kriegstüchtig!“ eine weitere Demonstration statt.