Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, und zerstörten Lebensgrundlagen. Sie sind auf der Suche nach Sicherheit und Frieden. Das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht und darf niemandem verwehrt werden.

Flucht und Asyl

Kirchenpräsident ruft zur Verteidigung der europäischen Friedensordnung auf

Emden (epd). Der reformierte Kirchenpräsident Martin Heimbucher hat zur Wahrung der europäischen Friedensordnung aufgerufen. "Wir müssen heute überzeugte Europäer sein, die gewonnene Friedensordnung verteidigen und weiter entwickeln - ohne aber zu europäischen Egoisten zu werden", sagte er vor der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche.

Zentralrat der Muslime will Dialog mit Juden ausbauen

Berlin (epd). Der Zentralrat der Muslime in Deutschland will als Reaktion auf den jüngsten Antisemitismus-Bericht den jüdisch-muslimischen Dialog ausbauen. Mit "großer Sorge" habe er den Bericht und die wachsenden antisemitischen Tendenzen vor allem im rechtsgerichteten Teil der Bevölkerung zur Kenntnis genommen, sagte der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek am Mittwoch in Berlin.

UN: Mehr als 100.000 neue Vertriebene in Zentralafrika

Bangui/Genf (epd). Seit März sind in der Zentralafrikanischen Republik mehr als 100.000 Menschen vertrieben worden. Grund seien neue gewalttätige Auseinandersetzungen im Südosten des Landes, teilte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) am Donnerstag in Genf mit. Der humanitäre Koordinator der UN, Michel Yao, zeigte sich sehr besorgt um den Schutz der Zivilisten.

Mehr als fünf Millionen Syrien-Flüchtlinge in der Region

Genf (epd). Die Zahl der Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien in der Region hat laut den Vereinten Nationen die Grenze von fünf Millionen überschritten. Die internationale Gemeinschaft müssen den betroffenen Männern, Frauen und Kindern beistehen, verlangte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, am Donnerstag in Genf.

"Unbeschreibliche Not"

Genf/Berlin (epd). Mit einem dramatischen Appell haben die Vereinten Nationen zum sechsten Jahrestag des Kriegsbeginns in Syrien auf das Leid der Bevölkerung aufmerksam gemacht. Der Konflikt sei die schlimmste von Menschen gemachte Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra'ad al-Hussein, am Dienstag in Genf.

2016 schlimmstes Jahr für Kinder im syrischen Bürgerkrieg

Köln/Osnabrück (epd). Die Lage der Kinder in Syrien ist nach Einschätzung von Hilfswerken noch nie so schlecht gewesen wie im vergangenen Jahr. Im sechsten Jahr des Bürgerkrieges wurden demnach mehr Kinder denn je getötet, verstümmelt oder für den Kampf rekrutiert. Nach Angaben von Unicef wurden 652 Kinder getötet, 20 Prozent mehr als im Jahr davor.

Hilfswerke beklagen Tod und Verwüstung in Syrien

Freiburg/Aachen (epd). Sechs Jahre nach Beginn des Syrien-Krieges beklagen Hilfsorganisationen katastrophale Zustände in dem arabischen Land. Noch nie zuvor seien so viele Vertriebene, Flüchtlinge und Gewaltopfer auf Hilfe angewiesen gewesen wie heute, erklärte Caritas international am Mittwoch in Freiburg.

Friedenskreis Pankow und AGDF laden zur Friedenswerkstatt beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin

Angesichts der täglichen Nachrichten von Terror und Gewalt, den Bildern von Tod und Vertreibung, Flucht und Elend, aber auch der steigenden Rüstung und einem zunehmenden Denken in Richtung militärischer Lösungen von Konflikten wollen Friedensgruppen und Friedensverbände während des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Berlin zeigen, dass auch in Taten und Worten Frieden gestiftet werden kann.

Tausende Menschen fliehen täglich vor Schlacht um Mossul

Genf/Bagdad (epd). Die Schlacht um die nordirakische Großstadt Mossul zwingt nach UN-Angaben immer mehr Menschen in die Flucht. Derzeit verließen jeden Tag rund 4.000 Männer, Frauen und Kinder die umkämpften Gebiete, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf mit.

UN: Alle Parteien verübten Kriegsverbrechen in Aleppo

Genf (epd). Die Syrien-Kommission der UN hat sowohl gegen die Regierung in Damaskus und ihren Verbündeten Russland als auch gegen Rebellen schwere Vorwürfe erhoben. Alle Konfliktparteien hätten während der Schlacht von Aleppo im vergangenen Jahr Kriegsverbrechen verübt, erklärte das unabhängige UN-Untersuchungsgremium am Mittwoch in Genf.