Genf (epd). Die Kriegsparteien in Syrien zwingen laut einer Studie Zivilisten durch Bomben und Raketenbeschuss mehrfach zur Flucht und zerstören gezielt ihre Lebensgrundlagen. Viele Vertriebene irrten monatelang in den Konfliktgebieten umher, heißt es in einem Bericht der Hilfsorganisation Handicap International, der am Donnerstag in Genf veröffentlicht wurde.
New York/Frankfurt a.M. (epd). Menschenrechtler haben systematische sexuelle Gewalt im Bürgerkriegsland Zentralafrikanische Republik beklagt. Bewaffnete Gruppen setzten Vergewaltigung und sexuelle Sklaverei als systematische Kriegswaffen ein, erklärte Human Rights Watch am Donnerstag in New York. Die Kommandanten hätten diese Gräueltaten geduldet und in manchen Fällen sogar selbst befohlen.
Cochem (epd). Vier Atomwaffengegner, die vor einem Jahr die Start- und Landebahn des Eifel-Luftwaffenstützpunkts Büchel blockiert hatten, sind am Mittwoch zu Geldstrafen verurteilt worden. Das Amtsgericht Cochem wertete die Protestaktion vom September 2016 als gemeinschaftlichen Hausfriedensbruch. Die vier Angeklagten müssen jeweils 30 Tagessätze zahlen.
Kalkar (epd). Rund 400 Menschen haben nach Angaben der Veranstalter am Dienstag gegen die Luftwaffen-Kommandozentralen der Nato und der Bundeswehr im niederrheinischen Kalkar demonstriert. Nach Ansicht der Friedensaktivisten verstoßen die militärischen Einrichtungen gegen den Vertrag zur Deutschen Einheit, nach dem von deutschem Boden kein Krieg mehr ausgehen dürfe.
Genf/Jaunde (epd). Die Zahl der Toten nach Protesten von Separatisten im Südwesten Kameruns ist offenbar höher als zunächst angenommen. Amnesty International sprach am Dienstag von 17, Kameruns Oppositionsführer John Fru Ndi von mindestens 30 Toten. Zunächst war von acht Toten die Rede gewesen.
Jaunde/Genf (epd). Bei Protesten von Separatisten in Kamerun sind am Sonntag mindestens acht Menschen getötet worden. Journalisten in dem zentralafrikanischen Staat berichteten am Montag, die Armee sei mit äußerster Gewalt gegen Demonstranten im Südwesten des Landes vorgegangen, die die Unabhängigkeit des englischsprachigen Teils Kameruns fordern.
Colbitz (epd). Die Bürgerinitiative Offene Heide will am Dienstag von 10 bis 13 Uhr mit einer Mahnwache in der Colbitz-Letzlinger Heide präsent sein. Aus Anlass der jährlichen Feier zum Tag der Deutschen Einheit am Jägerstieg wollen die Friedensaktivisten in Höhe des Panzerdenkmals zwischen Colbitz und Hütten demonstrieren, wie ein Sprecher der Bürgerinitiative mitteilte.
Naunhof (epd). Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat die Theologin Christine Busch zu ihrer neuen Vorsitzenden gewählt. Es sei eine bleibende Aufgabe des evangelischen Friedensverbandes "selbstbewusst und eigenständig zu agieren an der Schnittstelle von Gesellschaft und Kirche", sagte Busch am Samstagabend bei einer Mitgliederversammlung in Naunhof bei Leipzig.
Bremen/Münster (epd). Der Münsteraner Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide fordert die westlichen Länder dazu auf, in der Zusammenarbeit mit islamischen Ländern Werte von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten zu exportieren.
Rangun/Frankfurt a.M. (epd). Bei der Verfolgung der Rohingya in Myanmar kommt ihm laut Menschenrechtlern eine Schlüsselrolle zu: Armeechef Min Aung Hlaing. "Er überwacht Verbrechen, die nach UN-Auffassung klare Anzeichen für eine ethnische Säuberung tragen", sagt Mark Farmaner, Leiter der "Burma Campaign UK", eine britische Initiative, die noch den früheren Namen Myanmars trägt, Burma.