Immense Staatsausgaben werden für Rüstung ausgegeben. Deutschland ist einer der größten Waffenproduzenten und -exporteure der Welt. Die Kirchen sind sich einig, dass Rüstungsexporte restriktiv geregelt werden müssen und in Krisengebiete verboten werden sollten. Auch angesichts kriegerischer Auseinandersetzungen stellt sich die Frage nach (Auf- bzw. Ab-)Rüstung neu und fordert eine Positionierung heraus.

Rüstung

Württembergische Kirche: Kleinwaffenexport gehört verboten

Stuttgart (epd). Die Synode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg fordert ein Exportverbot von Kleinwaffen. Diese seien die "Massenvernichtungswaffen" der Gegenwart, heißt es in einer am Mittwoch in Stuttgart verabschiedeten Erklärung des Kirchenparlaments.

Württembergische Kirche für Verbot von Rüstungsexporten

Die Synode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg hat sich für ein Exportverbot von Kleinwaffen, für eine Beschränkung von Waffenexporten und eine Stärkung von Friedensbildung und ziviler Konfliktbearbeitung ausgesprochen.

Kompromiss im Streit über Fotos von Kindern an Bundeswehr-Waffen

Stuttgart (epd). Fotos von Kindern an Bundeswehr-Waffen, die im Sommer durch die Medien gingen, haben am Dienstag das Stuttgarter Landgericht beschäftigt. Ein Elternpaar wollte die Deutsche Friedensgesellschaft (DFG) mit einer Unterlassungsverpflichtung davon abhalten, die Bilder von ihnen und ihren Kindern weiter zu veröffentlichen.

Bürgerinitiative protestiert gegen Militärnutzung der Heide

Haldensleben (epd). Die Bürgerinitiative Offene Heide demonstriert am Sonntag mit dem 281. Friedensweg weiter für eine zivile Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide. Da an diesem Tag auch die Ökumenische Friedensdekade unter dem Motto "Kriegsspuren" beginnt, soll es zum Auftakt auch Worte aus der Kirche geben, wie die Organisatoren am Mittwoch mitteilten.

EKD-Friedensbeauftragter: Deutschland soll sich für ein weltweites Atomwaffen-Verbot einsetzen

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms (Bremen), hat die Bundesregierung aufgefordert, bei der für den Herbst in der UN-Generalversammlung vorgesehenen Abstimmung über die Einberufung einer „Konferenz zur Aushandlung eines rechtsverbindlichen Instruments zum Verbot von Atomwaffen“ zuzustimmen und so ein deutliches Signal für eine atomare Abrüstun

Kabinett billigt Zwischenbericht zu Rüstungsexporten

Berlin (epd). Die Bundesregierung hat in den ersten sechs Monaten des Jahres Einzelgenehmigungen für Rüstungsexporte im Wert 4,03 Milliarden Euro erteilt. Dies geht aus einem Bericht des Wirtschaftsministeriums hervor, den das Kabinett am Mittwoch billigte. Fast ein Viertel des gesamten Genehmigungsvolumens für das erste Halbjahr betrifft Exporte an Algerien. 

Opposition kritisiert Rüstungsexporte der Bundesregierung

Berlin (epd). Linke und Grüne haben scharfe Kritik an der Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung geübt. Das System der Exportkontrolle funktioniere nicht, sagte der außenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Jan van Aken, am Dienstag in Berlin. "Wir brauchen klare, gesetzliche Verbote und ein sofortiges Verbot von Kleinwaffenexporten", sagte der Linken-Politiker.