Immense Staatsausgaben werden für Rüstung ausgegeben. Deutschland ist einer der größten Waffenproduzenten und -exporteure der Welt. Die Kirchen sind sich einig, dass Rüstungsexporte restriktiv geregelt werden müssen und in Krisengebiete verboten werden sollten. Auch angesichts kriegerischer Auseinandersetzungen stellt sich die Frage nach (Auf- bzw. Ab-)Rüstung neu und fordert eine Positionierung heraus.

Rüstung

Über 5.000 Teilnehmer bei Friedensdemonstration in Berlin

Berlin (epd). Mehrere tausend Menschen sind am Samstag einem Aufruf der Friedensbewegung gefolgt und haben in Berlin gegen Krieg und Militäreinsätze demonstriert. Der Demonstrationszug zog vom Alexanderplatz durch das Regierungsviertel zum Brandenburger Tor, an dessen Westseite die Abschlusskundgebung stattfand.

Friedensverband fordert Geld für Entwicklung statt Militär

Bonn (epd). Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) aufgefordert, auf die Aufstockung des Wehretats zu verzichten. Stattdessen solle das Geld für zivile Strategien der Prävention und Konfliktbearbeitung genutzt werden, erklärte die EAK in einem am Donnerstag in Bonn veröffentlichten Brief.

EAK: Bundesregierung muss von Plänen einer „militärischen Trendwende“ Abstand nehmen

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen in einem Brief aufgefordert, auf die Aufstockung des Wehretats um fünf Milliarden Euro auf rund 39 Milliarden Euro bis 2020 zu verzichten und stattdessen diese Gelder zivilen Strategien der Prävention und Konfliktbearbeitung zur Verfügung zu stellen.

Friedensverband fordert Stopp der Rüstungsexporte

Wiesbaden/Bonn (epd). Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat am Wochenende auf ihrer Mitgliederversammlung in Wiesbaden einen Stopp der Rüstungsexporte gefordert. Außerdem warb der Verband von 32 Organisationen der Friedensarbeit für eine "Außenpolitik ohne militärische Option", wie die Pressestelle in Bonn mitteilte.

Die Europäische Friedenspolitik darf nicht militarisiert werden

Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat vor einer schleichenden Militarisierung der Politik der Europäischen Union gewarnt. Anlass dafür sind die von der EU-Kommission im Juli vorgeschlagene Ausweitung des Instruments für Stabilität und Frieden, um so auch die militärische Ertüchtigung in Drittstaaten zu ermöglichen.

Evangelisches Bündnis kritisiert Sicherheitspolitik-Pläne der EU

Bonn/Bratislava (epd). Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat die auf dem EU-Sondergipfel in Bratislava diskutierten Pläne zu einer Umstrukturierung der Sicherheitspolitik kritisiert. "Mit der Vorstellung einer Militärunion rennt die EU in eine Sackgasse", erklärte Jan Gildemeister am Samstag in Bonn.

Von der Leyen: Muslimische Soldaten für Bundeswehr unverzichtbar

Braunschweig/Berlin (epd). Soldaten mit muslimischem Hintergrund sind aus Sicht von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr unverzichtbar. "Mit ihren Sprach- und Kulturkenntnissen erleichtern sie uns den Zugang zur jeweiligen Bevölkerung", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben).

Aus dem Friedensnobelpreisträger wird eine Militärmacht

Äußerst kritisch sieht die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) die beim Sondergipfel in Bratislava diskutierten Pläne der Europäischen Union zu einer Umstrukturierung der europäischen Sicherheitspolitik. „Mit der Vorstellung einer Militärunion rennt die EU in eine Sackgasse“, ist Jan Gildemeister überzeugt.