Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Aleppo: Weltkirchenrat fordert UN zum Handeln auf

Genf (epd). Der Weltkirchenrat hat die Vereinten Nationen aufgefordert, das Leiden der Menschen in der syrischen Stadt Aleppo sofort zu beenden. Der UN-Sicherheitsrat müsse die humanitäre Versorgung der verzweifelten Menschen in der umkämpften Stadt sicherstellen, verlangte der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Olav Fykse Tveit, am Montag in Genf.

UN: Lage in Aleppo schlimmste auf der Welt

Genf/New York (epd). Die humanitäre Lage in der umkämpften syrischen Stadt Aleppo ist den UN zufolge schlimmer als irgendwo sonst auf der Welt. Die mehr als 400.000 Flüchtlinge im Westen Aleppos bräuchten umgehend Hilfe, sagte der UN-Berater für die humanitäre Lage in Syrien, Jan Egeland, am Donnerstag in Genf.

UN-Nothilfekoordinator warnt vor "riesigem Friedhof Ost-Aleppo"

New York/Genf (epd). Die umkämpfte Rebellenhochburg Ost-Aleppo droht laut dem UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien zu einem "riesigen Friedhof" zu werden. Alleine am Mittwoch seien etliche Menschen bei einem Luftangriff auf den belagerten Teil der syrischen Stadt getötet worden, berichtete O'Brien dem UN-Sicherheitsrat in New York.

Overbeck: Religionen sollen sich auf Friedenspotenzial besinnen

Bochum (epd). Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck fordert eine stärkere "Rückbesinnung der Religionen auf ihr konstruktives und friedensstiftendes Potential". Man müsse dem Eindruck entgegentreten, dass von Religion grundsätzlich Gewalt ausgehe, sagte er am Mittwochabend laut Redemanuskript bei einem Vortag in Bochum.

Weltkirchenrat beklagt Verfolgung von Christen im Irak und Syrien

Oslo/Genf (epd). Der Weltkirchenrat hat die Vertreibung von Christen durch Extremisten im Irak und in Syrien angeprangert. Hunderttausende Christen seien in den vergangenen Jahren aus Angst vor Gewalt und Terror aus den Krisenländern geflohen, heißt es in einer am Montag in Oslo vorgestellten Studie des Ökumenischen Rates der Kirchen und der Norwegischen Kirchenhilfe.

Regierung und Guerilla in Kolumbien verkünden neues Friedensabkommen

Rio de Janeiro (epd). Die Regierung Kolumbiens und die Farc-Guerilla unternehmen einen neuen Anlauf für einen Friedensschluss. Am Donnerstag soll eine überarbeitete Version des Friedensvertrags in der Hauptstadt Bogotá unterzeichnet werden, wie beide Seiten am Dienstag (Ortszeit) in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten.

Deutlich mehr Opfer durch Antipersonen-Minen

München/Genf (epd). Weltweit ist die Zahl der Unfälle durch Antipersonen-Minen und explosive Kriegsreste im vergangenen Jahr um 75 Prozent gestiegen. 2015 wurden mindestens 6.461 Menschen durch solche Waffen getötet oder verletzt, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten "Landmine Monitor 2016" hervorgeht.

Helden in Syrien

Genf (epd). Schwanger im achten Monat rannte Abeer a-Thawra auf die Straße, um Hilfe für ihren Mann zu holen. Doch niemand war da. Ihr Mann verblutete. Er wurde Opfer eines heftigen Granatenangriffs auf die syrische Stadt Daraa. Nach dem traumatischen Verlust vor drei Jahren war für die fünffache Mutter klar: "Ich will nicht nur Zuschauerin sein."