Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Philippinen stoppen Friedensgespräche mit kommunistischen Rebellen

Manila/Frankfurt am Main (epd). Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte beendet die Friedensgespräche mit den kommunistischen Rebellen. Wie das Onlineportal "Phil Star" am Sonntag berichtete, wies der Präsident die Vertreter seiner Regierung nach einer Verhandlungsrunde in Rom an, ihre Zelte abzubrechen und nach Hause zurückzukommen.

Soldat in Nigeria zu sieben Jahren Haft verurteilt

Abuja/Frankfurt a.M. (epd). In Nigeria ist ein Soldat wegen der Tötung eines unbewaffneten Zivilisten zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der Verurteilte war im Kampf gegen die islamistische Terrormiliz Boko Haram eingesetzt, als er im Dezember 2015 in der Stadt Maiduguri im Nordosten einen Mann in die Brust schoss, wie die Tageszeitung "This Day" am Donnerstag berichtete. 

UN verschieben Beginn der Syrien-Gespräche

New York/Genf (epd). Die Vereinten Nationen (UN) verschieben den Start der nächsten Runde der Genfer Syrien-Gespräche vom 8. Februar auf den 20. Februar. Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura erklärte am Dienstag (Ortszeit) in New York, dass Syriens zersplitterte Opposition mehr Zeit brauche, um eine gemeinsame Delegation zu bilden.

Bundestag verabschiedet Mandat für erweiterten Einsatz in Mali

Berlin (epd). Die Bundeswehr wird sich künftig in größerer Personalstärke am UN-Militäreinsatz in Mali beteiligen. In namentlicher Abstimmung verabschiedete der Bundestag am Donnerstag in Berlin ein entsprechendes Mandat. 498 Abgeordnete stimmten für den Einsatz, 55 dagegen. Bis zu 1.000 Soldaten können nun für die UN-Mission Minusma entsendet werden.

Grünen-Fraktionsvize: Rüstungsdebatte nicht nur ökonomisch führen

Köln (epd). Der Vize-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Frithjof Schmidt, warnt davor, die Debatte um Mehrausgaben für die Rüstung nur unter ökonomischen Gesichtspunkten zu führen. Zwar argumentierten Rüstungsunternehmen etwa in Nordrhein-Westfalen damit, dass mehr Geld für die Rüstung auch mehr Arbeitsplätze bringe, sagte Schmidt am Mittwoch im Radiosender WDR5.

Theologe Brahms: Evangelische Friedensarbeit muss sich zu Wort melden

Wittenberg/Bremen (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat die Verantwortung der Kirchen angesichts des gegenwärtigen Zustandes der Welt angemahnt. Militärische Konflikte verschlängen riesige Summen, kritisierte der leitende Bremer Theologe am Dienstag bei der jährlichen Konferenz der Evangelischen Friedensarbeit in Wittenberg. 

Syrien-Konferenz: De Mistura verlangt ernsthafte Verhandlungen

Astana/Genf (epd). Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura hat Syriens Bürgerkriegsparteien zu einer friedlichen Lösung des fast sechs Jahre währenden Konfliktes aufgerufen. Zum Auftakt der Syrien-Konferenz in Astana (Kasachstan) erklärte de Mistura am Montag, der Weg zu einem dauerhaften und stabilen Frieden führe nur über ernsthafte Verhandlungen.

Militärbischof Overbeck erwartet mehr Aufgaben für Bundeswehr

Essen (epd). Der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck sieht mehr militärische Aufgaben auf Deutschland zukommen. Die Bundesrepublik sei "ein Land in Bündnisstrukturen, von denen wir selbst Nutznießer sind", sagte Overbeck der Essener "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Montag).

Machtkampf in Gambia friedlich gelöst

Frankfurt a.M. (epd). In Gambia ist ein wochenlanger Machtkampf um die Staatsspitze ohne Blutvergießen gelöst worden. Der langjährige Präsident Yahya Jammeh gab unter internationalem Druck am Wochenende nach 22 Jahren die Macht ab und verließ das Land. Der 51-Jährige hatte die Wahl im Dezember verloren, wollte das Ergebnis aber nicht akzeptieren.