Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Bundeskabinett verabschiedet neue Leitlinien zu Friedenssicherung

Berlin (epd). Mit neuen Leitlinien für den Umgang mit Konflikten hat die Bundesregierung ihr Bekenntnis zur Friedenssicherung bekräftigt. Der am Mittwoch im Kabinett verabschiedete Katalog zu Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedensförderung sei eine strategische Weichenstellung, in der sich Deutschland auf hohe Standards verpflichte, heißt es in dem 73-seitigen Papier.

Bundesregierung genehmigt weniger Rüstungsexporte

Berlin (epd). Deutschland hat im vergangenen Jahr weniger Rüstungsexporte genehmigt. 2016 erteilte die Bundesregierung für Rüstungsgüter im Wert von 6,85 Milliarden Euro Ausfuhrgenehmigungen, wie aus dem Rüstungsexportbericht hervorgeht, den das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschloss. Das Volumen sank damit im Vergleich zum Vorjahr um rund eine Milliarde Euro.

Ackermann rügt Bundesregierung für Fernbleiben von UN-Konferenz

Trier/Bonn (epd). Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat die Bundesregierung für ihr Fernbleiben von der zweiten Vorbereitungskonferenz der Vereinten Nationen für ein Verbot von Nuklearwaffen kritisiert. Das Argument der Bundesregierung, Deutschland verfüge über keine Atomwaffen, könne nicht überzeugen, sagte der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax am Montag in Trier.

Friedensorganisation IPPNW demonstriert für Atomwaffenverbot - Bundesweiter Aktionstag geplant

Büchel (epd). Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW hat bei einer Protestaktion am Sonntag am Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der Eifel ein weltweites Atomwaffenverbot gefordert. Derzeit nehme die Gefahr eines Nuklearkrieges zwischen den USA und Russland wieder zu, warnte der schwedische IPPNW-Aktivist Gunnar Westberg. Ein Atomwaffenverbot könne dieses Risiko reduzieren.

Von der Leyen: Bundeswehr bleibt noch Jahre in Afghanistan

Braunschweig (epd). Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erwartet, dass die Bundeswehr noch viele Jahre in Afghanistan bleiben wird. "Selbst im Kosovo ist die Bundeswehr seit fast 20 Jahren stationiert", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag), zu der auch die "Braunschweiger Zeitung" gehört.

Bundeswehrsoldaten werden von Incirlik nach Jordanien verlegt

Berlin (epd). Die im türkischen Incirlik stationierten deutschen Bundeswehrsoldaten sollen nach Jordanien verlegt werden. Grund dafür sei, dass die türkische Regierung deutschen Parlamentariern keine Besuche bei den Soldaten ermöglicht, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Mittwoch in Berlin nach einem entsprechenden Kabinettsbeschluss.

Symposium in Büchel gegen Atomwaffen

Büchel/Berlin (epd). Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW lädt zu einer Protestaktion gegen Atomwaffen am Sonntag am Bundeswehr-Fliegerhorst in Büchel ein.

Protestwoche und Symposium in Büchel gegen Atomwaffen

Büchel/Berlin (epd). Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW startet am 10. Juni eine Aktionswoche am Bundeswehr-Fliegerhorst in Büchel gegen Atomwaffen. Bis zum 17. Juni organisieren die Teilnehmer Mahnwachen und Aktionen, wie die Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) am Dienstagabend in Berlin mitteilten.

Nach dem G7-Gipfel: Außenpolitik wird Wahlkampfthema

Der Liedermacher Hannes Wader, EKD-Reformationsbotschafterin Margot Käßmann, die Publizistin Ulrike Guérot und rund 30 weitere Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Medien sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen, Religionsgemeinschaften und Gewerkschaften rufen zur Bundestagswahl gemeinsam zu Abrüstung und mehr Investitionen für Frieden und Gerechtigkeit auf.