Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Mit Gottvertrauen im Einsatz

Hamburg/Appen (epd). Bevor es losgeht, erholt er sich noch in einem Urlaub in Italien. Für Kirchliche Friedensarbeitr Andreas-Christian Tübler aus Appen (bei Pinneberg) werden es die letzten ruhigen Tage: Am 12. Juli macht er sich auf den Weg zum Flughafen Köln-Bonn - dann geht es mit einer Bundeswehrmaschine nach Afghanistan.

Studie zur Radikalisierung: Jugendliche basteln sich "Lego-Islam"

Osnabrück/Bielefeld (epd). Islamwissenschaftler und Gewaltforscher fordern als Folge einer neuen Studie über die salafistische Jugendszene in Deutschland mehr Präventionsarbeit in Schulen. "Wir brauchen viel mehr Kapazitäten, um Lehrer zu sensibilisieren", sagte der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick am Montag bei der Vorstellung der Studie in Osnabrück.

Weltausstellung Reformation in Wittenberg lädt zur Themenwoche Frieden ein

Die Weltausstellung Reformation in der Lutherstadt Wittenberg. Sie ist Forum für Menschen aus aller Welt, über die Bedeutung der Reformation damals und heute nachzudenken. 16 Themenwochen sind geplant, bei denen gesellschaftlich brisante Fragen in Workshops, Podiumsdiskussionen, Gottesdiensten, Gesprächsrunden und innovativen Formaten miteinander verhandelt werden.

Über 120 Staaten beschließen Atomwaffenverbot: Ohne Nuklearmächte

Genf/New York (epd). 122 Staaten haben am Freitag in New York ein umfassendes Atomwaffenverbot beschlossen. Wenn er in Kraft tritt, untersagt der völkerrechtlich bindende Vertrag den Einsatz von Atomwaffen ebenso wie deren Herstellung, Besitz, Lagerung und Stationierung.

Nordkorea: Weltkirchenrat mahnt zur Besonnenheit

Genf (epd). Der Weltkirchenrat hat alle Parteien der Krise um Nord-Koreas Atomwaffenprogramm zu Ruhe und Besonnenheit aufgerufen. Eine militärische Konfrontation müsse unter allen Umständen vermieden werden, hieß es in einer Mitteilung des Ökumenischen Rates der Kirchen vom Mittwoch in Genf.

Sipri-Forscher: Weltweit weniger Atomwaffen

Stockholm (epd). Die Bestände der weltweiten Atomwaffen verringern sich weiter: Ihre Zahl ist im vergangenen Jahr um 460 gesunken, wie das Friedensforschungsinstitut Sipri in Stockholm in einem am Montag veröffentlichten Bericht erklärte.

Das Ende der Farc als Guerilla

Rio de Janeiro (epd). Präsident Juan Manuel Santos ist geradezu euphorisch. "Ab Dienstag existiert die Farc-Guerilla nicht mehr", kündigte Kolumbiens Staatschef jüngst vielversprechend an. Santos weiß, dass seine kriegsmüden Landsleute nach über 50 Jahren blutigen Konflikts mit Hunderttausenden Toten, Verletzten und Vertriebenen dem Frieden noch nicht trauen.