Essen (epd). Gut 300 Friedensaktivisten haben nach Veranstalterangaben am Samstag in Essen für nukleare Abrüstung demonstriert. Der Protest richtete sich gegen eine Nato-Konferenz zum Thema Abschreckung in der kommenden Woche in der Ruhrgebietsstadt.
Berlin (epd). Zwei Stunden, nachdem das Nobelkomitee in Oslo bekanntgab, dass der Friedensnobelpreis in diesem Jahr an die Internationale Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) geht, stehen junge Menschen im Foyer der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin im Kreis, ein Glas Sekt in der Hand, und können es kaum fassen.
Bremen/Hannover (epd). Vertreter der evangelischen Kirche haben die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Internationale Kampagne zur Abschaffung der Atomwaffen (ICAN) begrüßt.
Oslo/Frankfurt a.M. (epd). Eine Entscheidung mit starkem politischem Signal: Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die Internationale Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen (ICAN). Das teilte das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo mit.
Bonn/Aachen (epd). Die Verbände der evangelischen Friedensarbeit haben sich "hocherfreut" über die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) geäußert.
Bremen (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, freut sich über die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Internationale Kampagne für die Abschaffung von Atomwaffen (ICAN).
Genf (epd). Die Kriegsparteien in Syrien zwingen laut einer Studie Zivilisten durch Bomben und Raketenbeschuss mehrfach zur Flucht und zerstören gezielt ihre Lebensgrundlagen. Viele Vertriebene irrten monatelang in den Konfliktgebieten umher, heißt es in einem Bericht der Hilfsorganisation Handicap International, der am Donnerstag in Genf veröffentlicht wurde.
New York/Frankfurt a.M. (epd). Menschenrechtler haben systematische sexuelle Gewalt im Bürgerkriegsland Zentralafrikanische Republik beklagt. Bewaffnete Gruppen setzten Vergewaltigung und sexuelle Sklaverei als systematische Kriegswaffen ein, erklärte Human Rights Watch am Donnerstag in New York. Die Kommandanten hätten diese Gräueltaten geduldet und in manchen Fällen sogar selbst befohlen.
Cochem (epd). Vier Atomwaffengegner, die vor einem Jahr die Start- und Landebahn des Eifel-Luftwaffenstützpunkts Büchel blockiert hatten, sind am Mittwoch zu Geldstrafen verurteilt worden. Das Amtsgericht Cochem wertete die Protestaktion vom September 2016 als gemeinschaftlichen Hausfriedensbruch. Die vier Angeklagten müssen jeweils 30 Tagessätze zahlen.
Kalkar (epd). Rund 400 Menschen haben nach Angaben der Veranstalter am Dienstag gegen die Luftwaffen-Kommandozentralen der Nato und der Bundeswehr im niederrheinischen Kalkar demonstriert. Nach Ansicht der Friedensaktivisten verstoßen die militärischen Einrichtungen gegen den Vertrag zur Deutschen Einheit, nach dem von deutschem Boden kein Krieg mehr ausgehen dürfe.