Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Burundi beschließt Austritt vom Internationalem Strafgerichtshof

Den Haag (epd). Burundi kündigt als erstes Land die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof auf. Die Nationalversammlung in Bujumbura stimmte am Mittwoch mit großer Mehrheit für ein Gesetz zum Austritt des Landes, wie der französische Auslandssender RFI berichtete. Die Ankläger in Den Haag hatten im Frühjahr Vorermittlungen zu Gewalttaten in dem ostafrikanischen Land begonnen.

Äthiopien zieht Anti-Terror-Truppe aus Somalia ab

London/Nairobi (epd). Äthiopien hat erneut Truppen von einem strategisch wichtigen Stützpunkt im Nachbarland Somalia abgezogen. Die Aufgabe von el-Ali sei nach dem Beschuss der Basis erfolgt, berichtete der britische Sender BBC am Dienstag. Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab habe nun in dem Ort die Kontrolle übernommen.

Friedensnobelpreis für kolumbianischen Präsidenten Santos

Oslo/Frankfurt a.M. (epd). Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos. Der 65-Jährige erhalte den Preis für seine Bemühungen, den Krieg in seinem Land zu beenden, teilte die Vorsitzende des norwegischen Nobelkomitees, Kaci Kullmann Five, am Freitag in Oslo mit.

Deutschland muss nicht für Opfer von Luftangriff in Kundus zahlen

Karlsruhe (epd). Der Tod von Zivilisten bei einem von der Bundeswehr veranlassten Luftangriff auf zwei Tanklastwagen im afghanischen Kundus begründet keinen Anspruch auf Schadenersatz. Das hat am Donnerstag der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden und damit Entschädigungszahlungen abgelehnt, die Angehörige von Opfern des von einem deutschen Oberst veranlassten Angriffs verlangt hatten.

Der fast vergessene Konflikt am Hindukusch

Dubai (epd). "Mein Tod ist nur eine Frage der Zeit", sagt Baschir Social resigniert. Der 30-jährige Afghane studiert an der Amerikanischen Universität in Kabul. Am 24. August stürmten drei Attentäter auf den hochgesicherten Campus nahe dem alten Königspalast, lösten Sprengsätze aus und schossen auf Studenten und Lehrkräfte. 16 Menschen starben, mehr als 30 wurden verletzt.

Blauhelm-Soldat in Mali getötet

Frankfurt a.M. (epd). Bei mehreren Angriffen auf die UN-Mission Minusma in Mali ist ein Blauhelm-Soldat getötet worden. Angreifer verübten nach Angaben der Vereinten Nationen am Montag vier verschiedene Anschläge auf Minusma-Einrichtungen und -Personal, bei denen ein Soldat aus dem Tschad starb und acht weitere schwer verletzt wurden. In Mali gibt es immer wieder Angriffe auf UN-Soldaten.

Ban fordert Ende des "schmutzigen" Kriegs in Syrien

Genf (epd). UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Kriegsparteien in Syrien zu einem sofortigen Ende der Gefechte aufgerufen. Das "schmutzige Geschäft des Krieges" und das unsägliche Leid der Menschen in Syrien müssten endlich aufhören, verlangte Ban am Montag in Genf. "Wie lange werden sie noch ihr Land zerstören?", fragte Ban mit Blick auf die kriegführenden Gruppen.

Kolumbianer lehnen überraschend Friedensvertrag ab

Rio de Janeiro (epd). Überraschung in Kolumbien: Eine knappe Mehrheit der Bürger hat sich gegen den Friedensvertrag zwischen Regierung und Farc-Guerilla ausgesprochen. Bei einem Plebiszit stimmten am Sonntag (Ortszeit) 50,2 Prozent der Teilnehmer gegen das Abkommen. 49,8 Prozent votierten mit Ja.