Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Papst beklagt "Spirale der Tatenlosigkeit" in Syrien

Rom/New York (epd). Aufrufe zum Frieden in Syrien: Papst Franziskus verlangte am Donnerstag verstärkte Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, um den Bürgerkrieg zu beenden. "Wir scheinen uns in einer ausweglosen Spirale aus Arroganz und Tatenlosigkeit zu befinden", beklagte er Vatikanangaben zufolge bei einer Begegnung mit Vertretern katholischer Hilfsorganisationen aus der Region.

Amnesty: Sudans Regierung setzt in Darfur Chemiewaffen ein

Frankfurt a.M. (epd). Menschenrechtler werfen der sudanesischen Regierung vor, in der Konfliktregion Darfur Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen. Fotos und Zeugenaussagen deuteten darauf hin, dass die Armee in der westsudanesischen Region für mindestens 30 Luftschläge mit chemischen Waffen verantwortlich sei, teilte Amnesty International am Donnerstag in New York mit.

Friedensverband fordert Stopp der Rüstungsexporte

Wiesbaden/Bonn (epd). Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat am Wochenende auf ihrer Mitgliederversammlung in Wiesbaden einen Stopp der Rüstungsexporte gefordert. Außerdem warb der Verband von 32 Organisationen der Friedensarbeit für eine "Außenpolitik ohne militärische Option", wie die Pressestelle in Bonn mitteilte.

Die Europäische Friedenspolitik darf nicht militarisiert werden

Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat vor einer schleichenden Militarisierung der Politik der Europäischen Union gewarnt. Anlass dafür sind die von der EU-Kommission im Juli vorgeschlagene Ausweitung des Instruments für Stabilität und Frieden, um so auch die militärische Ertüchtigung in Drittstaaten zu ermöglichen.

UN nehmen Hilfslieferungen in Syrien wieder auf

Genf (epd). Drei Tage nach dem verheerenden Angriff auf einen humanitären Konvoi haben die Vereinten Nationen ihre Hilfslieferungen in Syrien wieder aufgenommen. Der humanitäre Berater der UN für Syrien, Jan Egeland, sagte in Genf, er hoffe, dass die Helfer am Donnerstag die belagerte Stadt Madaya erreichen würden.

USA und Russland halten an Waffenruhe in Syrien fest

Frankfurt a.M. (epd). Trotz des verheerenden Angriffs auf einen Hilfskonvoi zu Wochenbeginn halten die USA und Russland an der brüchigen Waffenruhe in Syrien fest. Die Außenminister John Kerry und Sergej Lawrow betonten am Mittwoch im UN-Sicherheitsrat in New York, dass sich alle Konfliktparteien an die Vereinbarung halten müssten.

UN stoppen alle Hilfslieferungen in Syrien

Genf (epd). Nach dem verheerenden Angriff auf einen Hilfskonvoi bei Aleppo stellen die Vereinten Nationen die Hilfslieferungen in Syrien vorübergehend ein. Die Gewalttat zwinge die UN zu diesem Schritt, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Dienstag in New York.

Aus dem Friedensnobelpreisträger wird eine Militärmacht

Äußerst kritisch sieht die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) die beim Sondergipfel in Bratislava diskutierten Pläne der Europäischen Union zu einer Umstrukturierung der europäischen Sicherheitspolitik. „Mit der Vorstellung einer Militärunion rennt die EU in eine Sackgasse“, ist Jan Gildemeister überzeugt.

Weltkirchenrat ruft zu Gebeten für Ende des Nahostkonflikts auf

Genf (epd). Der Weltkirchenrat hat die Christen zu Gebeten für ein friedliches Miteinander von Palästinensern und Israelis aufgerufen. Während der am Sonntag beginnenden Weltwoche für Frieden in Palästina und Israel könnten die Gläubigen ihre Unterstützung für eine gewaltfreie Lösung des Nahostkonflikts zum Ausdruck bringen, erklärte der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) am Freitag in Genf.