Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

EKD-Friedensbeauftragter fordert Debatte über Rolle Deutschlands

Bonn (epd). Der evangelische Friedensbeauftragte Renke Brahms fordert eine breite Debatte über die künftige deutsche Außen- und Sicherheitspolitik. Es müsse dringend darüber diskutiert werden, „welche politischen Konzepte in Fragen von Frieden und Sicherheit zukunftsweisend sind“, erklärte der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Samstagabend in Bonn.

Die Opfer des Friedens

Quito (epd). Porfirio Jaramillo kämpfte für sein Recht auf Land. Der Bauer aus der nordkolumbianischen Region Urabá forderte die Flächen zurück, von denen er einst vertrieben worden war. Ende Januar wurde der Aktivist der Organisation "Tierra y Paz" ("Land und Frieden") nahe seinem Wohnhaus tot aufgefunden - ermordet.

Hunderttausende Menschen in Syrien von Hilfe abgeschnitten

Genf (epd). Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura hat die Blockade für Hilfslieferungen an Hunderttausende hungernde und kranke Menschen in Syrien angeprangert. Trotz der Waffenruhe hätten die UN und ihre Partner im Januar nur an 40.000 Männer, Frauen und Kinder Hilfsgüter verteilen können, erklärte de Mistura am Dienstag in Genf.

Philippinen stoppen Friedensgespräche mit kommunistischen Rebellen

Manila/Frankfurt am Main (epd). Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte beendet die Friedensgespräche mit den kommunistischen Rebellen. Wie das Onlineportal "Phil Star" am Sonntag berichtete, wies der Präsident die Vertreter seiner Regierung nach einer Verhandlungsrunde in Rom an, ihre Zelte abzubrechen und nach Hause zurückzukommen.

Soldat in Nigeria zu sieben Jahren Haft verurteilt

Abuja/Frankfurt a.M. (epd). In Nigeria ist ein Soldat wegen der Tötung eines unbewaffneten Zivilisten zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Der Verurteilte war im Kampf gegen die islamistische Terrormiliz Boko Haram eingesetzt, als er im Dezember 2015 in der Stadt Maiduguri im Nordosten einen Mann in die Brust schoss, wie die Tageszeitung "This Day" am Donnerstag berichtete. 

UN verschieben Beginn der Syrien-Gespräche

New York/Genf (epd). Die Vereinten Nationen (UN) verschieben den Start der nächsten Runde der Genfer Syrien-Gespräche vom 8. Februar auf den 20. Februar. Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura erklärte am Dienstag (Ortszeit) in New York, dass Syriens zersplitterte Opposition mehr Zeit brauche, um eine gemeinsame Delegation zu bilden.

Bundestag verabschiedet Mandat für erweiterten Einsatz in Mali

Berlin (epd). Die Bundeswehr wird sich künftig in größerer Personalstärke am UN-Militäreinsatz in Mali beteiligen. In namentlicher Abstimmung verabschiedete der Bundestag am Donnerstag in Berlin ein entsprechendes Mandat. 498 Abgeordnete stimmten für den Einsatz, 55 dagegen. Bis zu 1.000 Soldaten können nun für die UN-Mission Minusma entsendet werden.

Grünen-Fraktionsvize: Rüstungsdebatte nicht nur ökonomisch führen

Köln (epd). Der Vize-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Frithjof Schmidt, warnt davor, die Debatte um Mehrausgaben für die Rüstung nur unter ökonomischen Gesichtspunkten zu führen. Zwar argumentierten Rüstungsunternehmen etwa in Nordrhein-Westfalen damit, dass mehr Geld für die Rüstung auch mehr Arbeitsplätze bringe, sagte Schmidt am Mittwoch im Radiosender WDR5.