Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

UN: 20 Zivilisten im Juni und Juli in der Ostukraine getötet

Genf (epd). Die Zahl der zivilen Opfer im Ostukraine-Konflikt zwischen prorussischen Separatisten und Regierungs-Truppen ist nach UN-Angaben in den vergangenen beiden Monaten stark gestiegen. Im Juli seien acht Menschen getötet und 65 Menschen verletzt worden, teilte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte am Mittwoch in Genf mit.

UN: 60.000 Menschen vor neuer Gewalt aus Südsudan geflohen

Genf (epd). Etwa 60.000 Menschen sind laut den UN vor der neuen Gewalt im Südsudan in Nachbarländer geflohen. Seit Ausbruch der Kämpfe vor mehr als drei Wochen hätten sich 52.000 Menschen aus dem Südsudan nach Uganda durchgeschlagen, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Dienstag in Genf mit. Gut 7.000 Menschen hätten im Sudan und etwa 1.000 in Kenia Zuflucht gesucht.

UN denkt über Verstärkung der Friedensmission im Südsudan nach

Frankfurt a.M. (epd). Die Vereinten Nationen denken angesichts der anhaltenden Gewalt im Südsudan über eine Verstärkung der Friedensmission Unmiss nach. Der Sicherheitsrat in New York verlängerte in der Nacht zum Samstag das bestehende Mandat um zwei Wochen, um in dieser Zeit über weitere notwendige Maßnahmen zu beraten.

UN-Generalsekretär fordert weltweite Waffenruhe während Olympia

New York/Frankfurt a.M. (epd). UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat Kriegsparteien weltweit dazu aufgerufen, während der Olympischen Spiele die Waffen niederzulegen. Ban sagte am Freitag in New York: "Eine Pause der Kämpfe würde die Werte stärken, für die die Spiele stehen: Respekt, Freundschaft, Solidarität und Gleichheit." Die Olympischen Spiele beginnen am 5.

Kriege sorgen für Millionen Hungernde weltweit

Rom (epd). Langanhaltende bewaffnete Konflikte in 17 Ländern gefährden die Fortschritte bei der Bekämpfung des Hungers weltweit. 56 Millionen Menschen hungerten wegen solcher Auseinandersetzungen oder seien akut von Unterernährung bedroht, erklärten das Welternährungsprogramm (WFP) und die UN-Ernährungsorganisation FAO am Freitag in Rom.

Menschenrechtler: Tausende Kinder im Anti-Terror-Kampf eingesperrt

Washington (epd). In Konfliktgebieten werden Menschenrechtlern zufolge weltweit Tausende Kinder und Babys ins Gefängnis geworfen und misshandelt. Minderjährige müssten ohne Anklage teilweise jahrelang hinter Gittern ausharren, weil sie als Sicherheitsrisiko betrachtet werden, heißt es in einem Bericht von "Human Rights Watch", der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Zahl der getöteten Zivilisten in Afghanistan erreicht Rekordstand

Kabul/Genf (epd). Die Zahl der zivilen Opfer in Afghanistan steigt weiter: Im ersten Halbjahr 2016 wurden nach UN-Angaben 1.601 Zivilisten bei Kämpfen zwischen Taliban und Regierungstruppen getötet. Die Todeszahlen liegen damit um vier Prozent höher als im ersten Halbjahr 2015, wie es in einem am Montag veröffentlichten Bericht hieß.