Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Bundesregierung ringt um Waffenpause für Aleppo

Frankfurt am Main/Berlin (epd). Die Lage der Menschen in der umkämpfen syrischen Stadt Aleppo bleibt verzweifelt. Eine schnelle Lösung zur Versorgung von rund 250.000 eingeschlossenen Männern, Frauen und Kindern zeichnete sich am Montag nicht ab. Die Bundesregierung mahnte einen ungehinderten Zugang in die Stadt an, um Nahrungsmittel und medizinischen Bedarf zu liefern.

Spagat zwischen Dank für Seenotrettung und Friedensethik

Cagliari (epd). Als Zeichen des Dankes haben die zwei Bischöfe ein ungewöhnliches Geschenk gewählt: Dutzende von Lebkuchenherzen, mit Zuckerguss steht "Danke" darauf, bringen der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, und der evangelische Militärbischof Sigurd Rink der Besatzung des Marinebootes "Werra" nach Italien mit.

Seenotrettung mit Kampfschiffen

Cagliari (epd). Die von der Europäischen Union beauftragte multinationale Militäraktion Eunavfor Med Operation Sophia läuft seit Juni 2015. Zunächst hatten die Soldaten die Hauptaufgabe, im südlichen zentralen Mittelmeer zwischen Italien und Libyen Kenntnisse über Menschenschmuggel und Schleppernetze zu gewinnen und Menschen aus Seenot zu retten.

Bedford-Strohm dankt Soldaten für Seenotrettung auf dem Mittelmeer

Cagliari (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat den deutschen Marinesoldaten für ihren Einsatz bei der Rettung von Flüchtlingen gedankt. Das Retten von Leben könne nicht hoch genug eingeschätzt werden, sagte Bedford-Strohm am Samstag vor der Besatzung des Bundeswehr-Schiffs "Werra" im Hafen von Cagliari auf Sardinien.

Bedford-Strohm: Sterben im Mittelmeer nicht vergessen

Cagliari (epd). Bei einem Besuch auf Sardinien will der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, auf das anhaltende Sterben von Menschen im Mittelmeer aufmerksam machen.

Kämpfe um syrische Stadt Aleppo dauern an

Berlin (epd). Trotz der von Russland angekündigten kurzen Feuerpause sind auch am Donnerstag anhaltende Kämpfe aus der belagerten syrischen Stadt Aleppo gemeldet worden. Unbestätigten Berichten zufolge kam es am Mittwochabend zu einem Giftgasangriff in der Stadt. In Aleppo sind Hunderttausende Menschen von jeder Hilfe abgeschnitten. Trinkwasser, Medikamente und Lebensmittel gehen aus.

UN: Fünf Millionen Menschen im Südsudan von Hunger bedroht

New York/Frankfurt a.M. (epd). Im Südsudan sind nach UN-Angaben fast fünf Millionen Menschen von Hunger bedroht. Rund 250.000 Kinder seien akut unterernährt, erklärte der UN-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien nach seiner Rückkehr aus dem Land am Mittwoch (Ortszeit) in New York.

20-wöchiger Protest gegen Atomwaffen in Büchel beendet

Büchel (epd). Mit einer Mahnwache und einer Andacht zum Gedenken an die Opfer des Atombombenabwurfs auf die japanische Stadt Nagasaki ist am Dienstag in Büchel ein 20-wöchiger Protest der Friedensbewegung zu Ende gegangen.

Südsudan: Afrikanische Staaten schicken Soldaten

Frankfurt a.M. (epd). Afrikanische Staats- und Regierungschefs planen angesichts der Gewalt im Südsudan die Entsendung von Soldaten. Das ostafrikanische Staatenbündnis IGAD und ein Komitee der Afrikanischen Union (AU) beschlossen am Freitag, eine regionale Truppe in das Bürgerkriegsland zu schicken, wie die Zeitung Sudan Tribune am Samstag berichtete.

Hilfsorganisationen warnen vor Massensterben in Aleppo

Amman/Frankfurt a.M. (epd). Im Syrien-Konflikt gibt es heftige Kritik am Assad-Regime und seinem Verbündeten Russland wegen der Lage in der umkämpften Stadt Aleppo. Rund 40 private Hilfsorganisationen warnten am Mittwoch vor einem Missbrauch sogenannter humanitärer Korridore als Kriegswaffe.