Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

OSZE fordert Zugang zur Türkei

Berlin (epd). Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat angeboten, die Prozesse gegen mutmaßliche Putschisten in der Türkei zu beobachten. Der Direktor des OSZE-Büros für demokratische Institutionen und Menschenrechte, Michael Georg Link, reagierte am Freitag im RBB-Inforadio besorgt auf die Entwicklung nach dem Putschversuch in der Türkei.

UN verärgert über Abzug deutscher Polizisten aus Südsudan

Berlin (epd). Der Abzug deutscher Polizisten aus dem Südsudan hat für Unmut bei den Vereinten Nationen gesorgt. Deutschland habe wie Großbritannien und Schweden ohne Absprache mehrere Führungskräfte von der Friedensmission UNMISS abgezogen, hieß es in einem vertraulichen Dokument, zu dem der französische Auslandssender RFI Zugang hatte.

"Geschichte berühren"

Sandbostel/Kassel (epd). In der Erde wühlen, das macht ihr Spaß. "Ich bin total neugierig, was da stecken könnte und will man Paläontologin werden, um nach Fossilien zu graben", sagt Jasmin Hann. Jetzt hockt die 16-Jährige im Gelände des ehemaligen NS-Kriegsgefangenenlagers Sandbostel bei Bremen und legt mit der Handschaufel die Fundamente einer alten Baracke frei.

Zu viel Sicherheit, zu wenig Frieden

„Zu viel Sicherheit, zu wenig Frieden“, das ist die erste Einschätzung, die der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),  Renke Brahms, und der Evangelische Militärbischof, Sigurd Rink, zum vergangene Woche erschienenen „Weißbuch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr“ abgegeben haben.

Der Preis der Versöhnung

Den Haag (epd). Ein Jahrzehnt Gewalt und Terror, Zehntausende Tote, die Hälfte der Einwohner auf der Flucht: Der blutige Bürgerkrieg in Sierra Leone hat Wunden gerissen, die auch mehr als zehn Jahre nach dem Ende der Kämpfe 2002 noch tief sind. Dennoch wächst die Gesellschaft wieder zusammen. Opfer erzählen von ihrem Leiden, Täter bekennen ihre Schuld.

Todesstrafen-Debatte in der Türkei belastet Beziehungen mit Europa

Brüssel/Berlin (epd). Eine Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei nach dem gescheiterten Militärputsch würde das Land in einen neuen Konflikt mit Deutschland, der Europäischen Union und dem Europarat stürzen. Das haben führende Vertreter der Bundesregierung und der beiden großen paneuropäischen Staatengemeinschaften am Montag klargemacht.

Südsudan lehnt Verstärkung von Friedenstruppen ab

Frankfurt a.M. (epd). Trotz der gewaltsamen Auseinandersetzungen im Südsudan lehnt die Regierung eine Verstärkung der internationalen Friedenstruppen ab. Die bestehende UN-Blauhelmmission (Unmiss) mit rund 12.000 Soldaten sei ausreichend, sagte ein hochrangiger Diplomat laut einem Bericht des Senders BBC am Sonntag.

Nach Putschversuch in der Türkei: Aufrufe zur Achtung der Grundrechte

Berlin (epd). Nach dem gescheiterten Umsturzversuch in der Türkei wächst international die Sorge vor einem überharten Durchgreifen Ankaras gegen politische Gegner. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rief am Wochenende zur Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien auf.

Mehr Verantwortung, mehr Einsätze

Berlin (epd). Deutschland will international mehr Verantwortung übernehmen - auch militärisch. Das Kabinett hat am Mittwoch in Berlin das von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgelegte "Weißbuch 2016 zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr" beschlossen.