UN: 20 Zivilisten im Juni und Juli in der Ostukraine getötet

Genf (epd). Die Zahl der zivilen Opfer im Ostukraine-Konflikt zwischen prorussischen Separatisten und Regierungs-Truppen ist nach UN-Angaben in den vergangenen beiden Monaten stark gestiegen. Im Juli seien acht Menschen getötet und 65 Menschen verletzt worden, teilte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte am Mittwoch in Genf mit. Im Juni hätten zwölf Menschen ihr Leben verloren und 57 Menschen Verletzungen davongetragen.

Die Opferzahlen für Juni seien die höchsten seit August 2015 und fast doppelt so hoch wie im Mai 2016. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Seid Ra'ad al-Hussein, forderte die Konfliktparteien auf, Zivilisten zu schonen und die angespannte Lage nicht weiter eskalieren zu lassen.

Seit Beginn der Kämpfe im April 2014 zählten die UN rund 31.700 Opfer unter Zivilisten, Freischärlern und regulären Truppen. Mehr als 9.550 von ihnen kamen ums Leben, mehr als 22.100 trugen Verletzungen davon. Die Dunkelziffer könnte laut den UN wesentlich höher liegen.

Im Februar 2015 hatten die Konfliktparteien unter deutscher und französischer Vermittlung das Minsk-II-Abkommen vereinbart. Die in der weißrussischen Hauptstadt erzielte Übereinkunft sieht eine Waffenruhe, den Abzug schwerer Waffen, die Einrichtung einer Pufferzone und einen Gefangenenaustausch vor.