Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Philippinische Regierung und Rebellen vereinbaren unbefristete Waffenruhe

Oslo (epd). Bei ihren Friedensverhandlungen in Oslo haben sich die Vertreter der philippinischen Regierung und der kommunistischen Rebellen auf einen unbefristeten Waffenstillstand geeinigt. Die entsprechende Vereinbarung wurde am Freitag unterschrieben, wie das norwegische Außenministerium in Oslo mitteilte.

Steinmeier verurteilt Einsatz von Chemiewaffen in Syrien

Berlin/Den Haag (epd). Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat den Einsatz chemischer Waffen im Syrien-Krieg auf das Schärfste verurteilt. Steinmeier sprach am Donnerstag in Berlin von einem "skrupellosen und rücksichtslosen Einsatz" gegen die syrische Bevölkerung und einem "vorsätzlichen Bruch des Chemiewaffen-Übereinkommens", der nicht folgenlos bleiben dürfe.

Historischer Friedensschluss in Kolumbien

Rio de Janeiro (epd). Historischer Moment in Kolumbien: Nach mehr als 50 Jahren Gewalt haben die Regierung und die Farc-Guerilla ein Ende des Bürgerkriegs vereinbart. Das berichteten kolumbianische Medien am Mittwoch unter Berufung auf Verhandlungskreise. Dreieinhalb Jahre hatten sich die Gespräche in der kubanischen Hauptstadt Havanna hingezogen, oft von neuen Gefechten begleitet.

Christlich-Islamisches Friedenszentrum in Nigeria eröffnet

Genf (epd). Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat die Eröffnung eines Friedenszentrums von Muslimen und Christen in Nigeria begrüßt. Das Zentrum liege in der nordnigerianischen Stadt Kaduna, wo in den letzten drei Jahrzehnten mehr als 20.000 Menschen in oftmals religiös motivierten Konflikten getötet worden seien, teilte der Weltkirchenrat am Sonntag in Genf mit.

Ein kleines Dorf im großen Konflikt

Dubai (epd). "Es gab weder Proteste noch Provokationen", behaupten die Einwohner von Aripanthan im indischen Teil Kaschmirs. "Wir haben vor einem Buchladen gesessen und uns unterhalten. Plötzlich waren Armee-Fahrzeuge da. Es war ein Massaker", berichtete Ghulam Muhammad der Zeitung "Greater Kashmir".

Zu viel Krieg im Gedächtnis

Bogotá (epd). Sie will nie wieder zurückkehren. "Dazu haben wir zu viel erlebt", sagt Sandra González entschieden. "Das mit dem Frieden klingt sehr schön, aber wer weiß, wie es dann wirklich ist." Die 42-Jährige musste als junge Frau mit ihren drei Kindern in einer Nacht- und Nebelaktion von ihrem Hof im südkolumbianischen Departement Caquetá fliehen.

Rotes Kreuz sendet dramatischen Appell zu Aleppo

Frankfurt a.M. (epd). Im Syrien-Konflikt hat sich das Rote Kreuz mit einem dramatischen Appell an die Kriegsparteien in der umkämpften Stadt Aleppo gewandt. Hilfsorganisationen müsse durch regelmäßige Feuerpausen der Zugang zu den verzweifelten Menschen ermöglicht werden, verlangte der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Peter Maurer, am Montagabend in Genf. 

Mindestens 11 Tote bei Luftangriff auf Klinik im Jemen

Berlin (epd). Bei einem Luftangriff auf ein Krankenhaus von "Ärzte ohne Grenzen" im Jemen sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Rund 20 Menschen wurden verletzt, teilte die Hilfsorganisation am Dienstag mit.