20-wöchiger Protest gegen Atomwaffen in Büchel beendet

Büchel (epd). Mit einer Mahnwache und einer Andacht zum Gedenken an die Opfer des Atombombenabwurfs auf die japanische Stadt Nagasaki ist am Dienstag in Büchel ein 20-wöchiger Protest der Friedensbewegung zu Ende gegangen. Seit März hatten laut Friedensbewegung 1.600 Menschen am dortigen Bundeswehr-Fliegerhorst für den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland und deren weltweite Ächtung demonstriert. In Büchel vermutet die Friedensbewegung die letzten US-Atomwaffen, die noch in Deutschland lagern.

"Uns geht es dabei nicht nur um den Abzug, wir wenden uns auch gegen die geplante Modernisierung dieser Atomwaffen", betonte Marion Küpker von der "Gewaltfreien Aktion Atomwaffen Abschaffen" (GAAA), die zu den Organisatoren des Protests gehörte. Denn die Modernisierung bedeute in Wirklichkeit eine nukleare Aufrüstung.

Am 6. August 1945 war die japanische Stadt Hiroshima von einer US-amerikanischen Atombombe zerstört worden, drei Tage darauf die Stadt Nagasaki. Zehntausende Menschen waren sofort tot, Zehntausende starben an Strahlenschäden und Verbrennungen. Insgesamt wird die Zahl der Opfer auf weit mehr als 250.000 Menschen geschätzt.