Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Blauhelm-Soldat in Mali getötet

Frankfurt a.M. (epd). Bei mehreren Angriffen auf die UN-Mission Minusma in Mali ist ein Blauhelm-Soldat getötet worden. Angreifer verübten nach Angaben der Vereinten Nationen am Montag vier verschiedene Anschläge auf Minusma-Einrichtungen und -Personal, bei denen ein Soldat aus dem Tschad starb und acht weitere schwer verletzt wurden. In Mali gibt es immer wieder Angriffe auf UN-Soldaten.

Ban fordert Ende des "schmutzigen" Kriegs in Syrien

Genf (epd). UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Kriegsparteien in Syrien zu einem sofortigen Ende der Gefechte aufgerufen. Das "schmutzige Geschäft des Krieges" und das unsägliche Leid der Menschen in Syrien müssten endlich aufhören, verlangte Ban am Montag in Genf. "Wie lange werden sie noch ihr Land zerstören?", fragte Ban mit Blick auf die kriegführenden Gruppen.

Kolumbianer lehnen überraschend Friedensvertrag ab

Rio de Janeiro (epd). Überraschung in Kolumbien: Eine knappe Mehrheit der Bürger hat sich gegen den Friedensvertrag zwischen Regierung und Farc-Guerilla ausgesprochen. Bei einem Plebiszit stimmten am Sonntag (Ortszeit) 50,2 Prozent der Teilnehmer gegen das Abkommen. 49,8 Prozent votierten mit Ja.

Papst beklagt "Spirale der Tatenlosigkeit" in Syrien

Rom/New York (epd). Aufrufe zum Frieden in Syrien: Papst Franziskus verlangte am Donnerstag verstärkte Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, um den Bürgerkrieg zu beenden. "Wir scheinen uns in einer ausweglosen Spirale aus Arroganz und Tatenlosigkeit zu befinden", beklagte er Vatikanangaben zufolge bei einer Begegnung mit Vertretern katholischer Hilfsorganisationen aus der Region.

Amnesty: Sudans Regierung setzt in Darfur Chemiewaffen ein

Frankfurt a.M. (epd). Menschenrechtler werfen der sudanesischen Regierung vor, in der Konfliktregion Darfur Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen. Fotos und Zeugenaussagen deuteten darauf hin, dass die Armee in der westsudanesischen Region für mindestens 30 Luftschläge mit chemischen Waffen verantwortlich sei, teilte Amnesty International am Donnerstag in New York mit.

Friedensverband fordert Stopp der Rüstungsexporte

Wiesbaden/Bonn (epd). Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat am Wochenende auf ihrer Mitgliederversammlung in Wiesbaden einen Stopp der Rüstungsexporte gefordert. Außerdem warb der Verband von 32 Organisationen der Friedensarbeit für eine "Außenpolitik ohne militärische Option", wie die Pressestelle in Bonn mitteilte.

Die Europäische Friedenspolitik darf nicht militarisiert werden

Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat vor einer schleichenden Militarisierung der Politik der Europäischen Union gewarnt. Anlass dafür sind die von der EU-Kommission im Juli vorgeschlagene Ausweitung des Instruments für Stabilität und Frieden, um so auch die militärische Ertüchtigung in Drittstaaten zu ermöglichen.