Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Amnesty-Appell an UN-Vollversammlung: Angriffe auf Aleppo stoppen

London (epd). Amnesty International hat eindringlich an die UN-Vollversammlung appelliert, das Blutvergießen in der umkämpften syrischen Stadt Aleppo zu stoppen. Nach dem katastrophalen Versagen des UN-Sicherheitsrats müsse die Vollversammlung alles tun, um die endlosen Angriffe auf die Zivilbevölkerung zu beenden, forderte die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag in London. 

Mossul: Helfer rechnen mit Hunderttausenden Flüchtlingen

Berlin/Genf (epd). Angesichts der Kämpfe um die nordirakische Millionen-Stadt Mossul sorgen sich Hilfsorganisationen und die Bundesregierung um den Schutz der Zivilbevölkerung. Helfer, die UN sowie die irakische Regierung seien bisher gut vorbereitet, um Flüchtlinge in der Region zu versorgen, allerdings könnten Probleme nicht ausgeschlossen werden.

Aleppo: Berlin und UN reagieren zurückhaltend auf Feuerpause

Berlin/Genf (epd). Die Bundesregierung und die UN haben zurückhaltend auf die russische Ankündigung einer humanitären Feuerpause für Aleppo reagiert. Die Einstellung der Kampfhandlungen in und über Aleppo für einige Stunden könne nur ein Anfang sein, erklärte Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier (SPD) am Dienstag in Berlin.

Ende des apokalyptischen Kalifats

Mossul (epd). Auf einmal geht alles sehr schnell. Zwei Jahre und drei Monate nach der Eroberung der irakischen Millionenstadt Mossul durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) steht das Ende ihrer Schreckensherrschaft bevor.

Burundi beschließt Austritt vom Internationalem Strafgerichtshof

Den Haag (epd). Burundi kündigt als erstes Land die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof auf. Die Nationalversammlung in Bujumbura stimmte am Mittwoch mit großer Mehrheit für ein Gesetz zum Austritt des Landes, wie der französische Auslandssender RFI berichtete. Die Ankläger in Den Haag hatten im Frühjahr Vorermittlungen zu Gewalttaten in dem ostafrikanischen Land begonnen.

"Ärzte ohne Grenzen": Auch Krankenwagen in Aleppo bombardiert

Berlin (epd). Bomben auf Krankenwagen: Im belagerten Ostteil der syrischen Stadt Aleppo sind nach Angaben von "Ärzte ohne Grenzen" mindestens fünf Krankenwagen im vergangenen Monat bei Luftangriffen getroffen worden. Auch Fahrer und Ersthelfer seien verletzt worden. Derzeit seien nur noch elf Rettungsfahrzeuge einsatzfähig, erklärte die Nothilfeorganisation am Mittwoch in Berlin.

Äthiopien zieht Anti-Terror-Truppe aus Somalia ab

London/Nairobi (epd). Äthiopien hat erneut Truppen von einem strategisch wichtigen Stützpunkt im Nachbarland Somalia abgezogen. Die Aufgabe von el-Ali sei nach dem Beschuss der Basis erfolgt, berichtete der britische Sender BBC am Dienstag. Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab habe nun in dem Ort die Kontrolle übernommen.

Friedensnobelpreis für kolumbianischen Präsidenten Santos

Oslo/Frankfurt a.M. (epd). Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos. Der 65-Jährige erhalte den Preis für seine Bemühungen, den Krieg in seinem Land zu beenden, teilte die Vorsitzende des norwegischen Nobelkomitees, Kaci Kullmann Five, am Freitag in Oslo mit.

Deutschland muss nicht für Opfer von Luftangriff in Kundus zahlen

Karlsruhe (epd). Der Tod von Zivilisten bei einem von der Bundeswehr veranlassten Luftangriff auf zwei Tanklastwagen im afghanischen Kundus begründet keinen Anspruch auf Schadenersatz. Das hat am Donnerstag der Bundesgerichtshof in Karlsruhe entschieden und damit Entschädigungszahlungen abgelehnt, die Angehörige von Opfern des von einem deutschen Oberst veranlassten Angriffs verlangt hatten.

Der fast vergessene Konflikt am Hindukusch

Dubai (epd). "Mein Tod ist nur eine Frage der Zeit", sagt Baschir Social resigniert. Der 30-jährige Afghane studiert an der Amerikanischen Universität in Kabul. Am 24. August stürmten drei Attentäter auf den hochgesicherten Campus nahe dem alten Königspalast, lösten Sprengsätze aus und schossen auf Studenten und Lehrkräfte. 16 Menschen starben, mehr als 30 wurden verletzt.