Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

"Wir halten unser Schweigen nicht mehr aus“"

Ende Mai ist während des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Berlin der Friedenskreis Pankow Gastgeber für die Friedenswerkstatt, bei der 15 Friedensgruppen in 25 Veranstaltungen, Workshops, Kulturbeiträgen, Gebeten und Gottesdiensten zeigen wollen, dass Gewaltfreiheit und Versöhnung kraftvolle Alternativen zu Krieg und Gewalt sind.

Pax Christi ruft zu Gewaltfreiheit auf

Fulda/Berlin (epd). Die katholische Friedensbewegung Pax Christi hat dazu aufgerufen, internationale Streitigkeiten auf dem Weg der Vernunft durch Verhandlungen zu lösen. Diese müssten auf Recht, Gerechtigkeit und Gleichheit gründen, heißt es in einer am Mittwoch verbreiteten Erklärung ihres deutschen Präsidenten Heinz Josef Algermissen zum 72. Jahrestag des Weltkriegsendes am 8. Mai.

Ärzteverband: Bundesregierung soll Atomwaffenverbot voranbringen

Berlin (epd). Die Ärzteorganisation IPPNW hat die Bundesregierung aufgefordert, sich an den Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot aktiv und konstruktiv zu beteiligen. "Weltweit haben die atomaren Bedrohungen in den letzten Jahren zugenommen", erklärte die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges am Sonntag im Rahmen ihres Jahrestreffens in Berlin.

Papst erwägt Vermittlung in Venezuela

Rio de Janeiro (epd). Der Vatikan erwägt eine Vermittlerrolle im blutigen Konflikt zwischen Regierung und Opposition in Venezuela. Der Vatikan sei bereit, angesichts der schweren Krise zu helfen, "aber nur unter sehr klaren Bedingungen", erklärte Papst Franziskus am Samstagabend.

Kirchenpräsident ruft zur Verteidigung der europäischen Friedensordnung auf

Emden (epd). Der reformierte Kirchenpräsident Martin Heimbucher hat zur Wahrung der europäischen Friedensordnung aufgerufen. "Wir müssen heute überzeugte Europäer sein, die gewonnene Friedensordnung verteidigen und weiter entwickeln - ohne aber zu europäischen Egoisten zu werden", sagte er vor der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche.

Der Garten des Senegal zwischen Krieg und Frieden

Dakar (epd). Toumboul Sané will in sein Dorf im Süden des Senegal zurück. Dafür verhandelt der 58-Jährige eigenmächtig mit den Rebellen, die ihn und alle anderen Dorfbewohner vor 26 Jahren verjagten. "Ich will einfach wieder meinen Boden beackern", sagt der kleine, stämmige Mann. Er ist Vorsitzender einer Initiative der Chefs vertriebener Dörfler in der Casamance. 

CDU zeigt Solidarität mit entführten Bischöfen in Syrien

Heidelberg/Hannover (epd). Die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag hat ihre Solidarität mit zwei orthodoxen Bischöfen in Syrien bekundet, die vor vier Jahren entführt wurden. Fraktionschef Björn Thümler verlangte am Dienstag in Hannover eine sofortige Freilassung der beiden Theologen.

Mehr als eine Milliarde Dollar für Nothilfe im Jemen zugesagt

Genf/Köln (epd). Deutschland und andere Geber wollen mit 1,1 Milliarden US-Dollar (rund eine Milliarde Euro) den hungernden Menschen im Bürgerkriegsland Jemen helfen. Die Bundesregierung sagte auf einer Jemen-Konferenz am Dienstag in Genf für das laufende Jahr 105 Millionen Euro zu.

Zeitung: 13 Gefährder seit Jahresbeginn abgeschoben

Berlin (epd). Deutschland hat einem Zeitungsbericht zufolge seit Jahresbeginn 13 islamistische Gefährder in ihre Herkunftsländer abgeschoben. Insgesamt gibt es gut 100 ausreisepflichtige Gefährder in Deutschland, wie eine Recherche der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" bei den Innenministerien aller 16 Bundesländer ergab.