Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Umfrage: Mehrheit der Deutschen will Atomwaffenverbot

Berlin (epd). Friedensorganisationen wie die Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) oder die Juristenvereinigung gegen Atomwaffen (Ialana) sprechen von einem Präzedenzfall: Noch nie in ihrer Geschichte habe sich die Bundesrepublik multilateralen Gesprächen zur Abrüstung und Rüstungskontrolle verweigert.

UN: Schreckliches Leiden der Zivilisten in Syrien

Genf (epd). Mehr als sechs Jahre nach Beginn des Konflikts in Syrien dauert die Gewalt in dem Land laut einem UN-Bericht unvermindert an. Vor allem die Zivilisten müssten unter Militärschlägen, Belagerungen und Terror leiden, heißt es in einer Untersuchung, die die Syrien-Kommission des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen am Mittwoch in Genf vorstellte.

UN beschließen Sanktionen zur Stärkung von Friedensabkommen in Mali

New York/Genf (epd). Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen will das brüchige Friedensabkommen in Mali stärken. Das UN-Gremium nahm am Dienstag in New York einstimmig einen von Frankreich eingebrachten Resolutionsentwurf an, der ein Sanktionsregime vorsieht.

Amnesty: Neue Gewaltwelle durch Boko Haram

Abuja/Berlin (epd). Die nigerianische Terrorgruppe Boko Haram hat laut Amnesty International in einer neuen Anschlagswelle seit April mindestens 381 Menschen getötet. Dies sei mehr als doppelt so viel wie in den fünf Monaten zuvor, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Dienstag in Berlin.

Protestwoche gegen US-Airbase Ramstein hat begonnen

Kaiserslautern/Ramstein (epd). Die Protestwoche gegen den US-Luftwaffenstützpunkt im westpfälzischen Ramstein der bundesweiten Kampagne "Stopp Air Base Ramstein" hat am Sonntag begonnen.

Rüstungsgegner: Zahl der Opfer von Streumunition verdoppelt

Genf (epd). Die Zahl der Toten und Verletzten durch international geächtete Streumunition hat sich in den vergangenen zwei Jahren nach Angaben der Abrüstungsinitiative CMC mehr als verdoppelt. Allein im Jahr 2016 seien 971 Menschen bei Explosionen gestorben oder verletzt worden, erklärte die "Koalition gegen Streumunition" am Donnerstag in Genf.

Auf der Suche nach radikalen Antworten

Washington (epd). Die Bürgerrechtsbewegung der 50er und 60er Jahre wurde "hauptsächlich von Predigern angeführt" - das sagte der Sohn von Martin Luther King (1929-1968) am Montag (Ortszeit) in Washington. Eine "moralische Führung" in Amerika müsse von "religiösen Führern kommen", erklärte Martin Luther King III.

UN: Mehr als 13.800 Zivilisten im Jemen getötet oder verletzt

Genf (epd). Mehr als 13.800 Zivilisten sind im Bürgerkrieg im Jemen laut UN bislang getötet oder verletzt worden. Seit März 2015 seien insgesamt 5.110 Männer, Frauen und Kinder ums Leben gekommen, 8.719 hätten Verletzungen erlitten, teilte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte am Freitag in Genf mit.

Amnesty: IS nimmt im umkämpften Rakka menschliche Schutzschilde

Genf/London (epd). In der umkämpften syrischen Terroristenhochburg Rakka spielt sich laut Amnesty International eine blutige Tragödie ab. Hunderte Zivilisten seien seit Juni durch die ständig eskalierende Gewalt ums Leben gekommen. Mehrere Tausend Männer, Frauen und Kinder könnten nicht aus Rakka fliehen, warnte Amnesty am Donnerstag in London.