Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Zahl der Opfer nach Protesten in Kamerun steigt

Genf/Jaunde (epd). Die Zahl der Toten nach Protesten von Separatisten im Südwesten Kameruns ist offenbar höher als zunächst angenommen. Amnesty International sprach am Dienstag von 17, Kameruns Oppositionsführer John Fru Ndi von mindestens 30 Toten. Zunächst war von acht Toten die Rede gewesen.

Tote bei Protesten im Südwesten Kameruns

Jaunde/Genf (epd). Bei Protesten von Separatisten in Kamerun sind am Sonntag mindestens acht Menschen getötet worden. Journalisten in dem zentralafrikanischen Staat berichteten am Montag, die Armee sei mit äußerster Gewalt gegen Demonstranten im Südwesten des Landes vorgegangen, die die Unabhängigkeit des englischsprachigen Teils Kameruns fordern.

Evangelischer Friedensverband AGDF wählt neue Vorsitzende

Naunhof (epd). Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat die Theologin Christine Busch zu ihrer neuen Vorsitzenden gewählt. Es sei eine bleibende Aufgabe des evangelischen Friedensverbandes "selbstbewusst und eigenständig zu agieren an der Schnittstelle von Gesellschaft und Kirche", sagte Busch am Samstagabend bei einer Mitgliederversammlung in Naunhof bei Leipzig.

Die Schlüsselfigur bei der Vertreibung der Rohingya

Rangun/Frankfurt a.M. (epd). Bei der Verfolgung der Rohingya in Myanmar kommt ihm laut Menschenrechtlern eine Schlüsselrolle zu: Armeechef Min Aung Hlaing. "Er überwacht Verbrechen, die nach UN-Auffassung klare Anzeichen für eine ethnische Säuberung tragen", sagt Mark Farmaner, Leiter der "Burma Campaign UK", eine britische Initiative, die noch den früheren Namen Myanmars trägt, Burma.

Nukleare Bedrohung im Fokus der UN-Vollversammlung

New York (epd). Die nukleare Bedrohung in der Welt hat am Mittwoch die UN-Vollversammlung bestimmt. Dutzende Staats- und Regierungschefs unterzeichneten in New York den im Juli verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag. UN-Generalsekretär António Guterres sprach von einem Meilenstein.

Nigeria: Biafra-Separatisten zur Terror-Organisation erklärt

Abuja (epd) (epd). Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Militär und Separatisten in Nigeria hat das Verteidigungsministerium in Abuja die Indigene Bewegung für Biafra (Ipob) zur Terror-Organisation erklärt. Wie nigerianische Medien am späten Freitagabend berichteten, haben die Gouverneure der neun betroffenen Bundesstaaten kurz darauf alle Aktivitäten der Gruppierung verboten.

Brahms: EU-Instrumente der Konfliktprävention und Entwicklungshilfe nicht militärisch nutzen

Die Pläne der Europäischen Union, Gelder aus dem Instrument für Stabilität und Frieden, mit dem Maßnahmen der zivilen Konfliktprävention finanziert werden, künftig auch für die Unterstützung von Streitkräften in Drittstaaten zu verwenden, hat der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, scharf kritisiert.