UN: Mehr als 13.800 Zivilisten im Jemen getötet oder verletzt

Genf (epd). Mehr als 13.800 Zivilisten sind im Bürgerkrieg im Jemen laut UN bislang getötet oder verletzt worden. Seit März 2015 seien insgesamt 5.110 Männer, Frauen und Kinder ums Leben gekommen, 8.719 hätten Verletzungen erlitten, teilte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte am Freitag in Genf mit.

Allein in den vergangenen Tagen seien 58 Zivilisten getötet worden, 42 von ihnen durch Luftangriffe der von Saudi-Arabien geführten Koalition, hieß es. Mindestens 33 Menschen starben demnach am Mittwoch bei einer dieser Luftattacken auf ein Hotel in Sanaa. Weitere 25 Menschen wurden verletzt. Bei einem anderen Luftschlag am Dienstag kamen eine Frau und zwei Kinder ums Leben, zwei weitere Frauen und zwei Kinder erlitten Verletzungen. Das Hochkommissariat verurteilte die Gewalt und rief die Konfliktparteien zum Schutz der Zivilisten auf.

Im Jemen bekämpfen sich schiitische Huthi-Rebellen und die sunnitisch geprägte Regierung. Eine von Saudi-Arabien geführte Koalition unterstützt die Regierung. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation hungern 60 Prozent der rund 27 Millionen Einwohner des Landes, zudem leiden die Menschen unter einer Cholera-Epidemie.