Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Umarmt, geächtet, abgelegt

Frankfurt a.M. (epd). Nur Gott könne ihn aus seinem Amt abrufen, betonte der simbabwische Langzeitherrscher Robert Mugabe gerne. Er habe den Auftrag, seinem Land zu dienen bis zum Ende. Aller Kritik an seiner getrübten Menschenrechtsbilanz trotzte er, lange auch allen internen Machtkämpfen.

Unheimliche Krieger

Genf (epd). Indiens Abrüstungsbotschafter bei den Vereinten Nationen verliert sich gerne im Philosophischen. Und der Diplomat gräbt ebenso engagiert in der langen Geschichte seiner Heimat. "Das alte Indien hatte Kriegsregeln", erklärt Amandeep Gill. "Die Kämpfe mussten bei Sonnenuntergang stoppen." Dann spannt er den Bogen zu seinem aktuellen Job.

Friedensratschlag: Keine Waffen mehr nach Saudi-Arabien

Kassel (epd). Einen Stopp der Waffenlieferungen an die saudi-arabische Kriegskoalition gegen die Rebellen im Jemen hat der Bundesausschuss Friedensratschlag gefordert. Seit März 2015 greife das Militärbündnis mit Luftangriffen in den jemenitischen Bürgerkrieg ein, die Opferzahlen seien enorm hoch, sagte Birgit Malzahn vom Friedensratschlag am Dienstag in Kassel.

Süssmuth und Thierse für Polen-Denkmal in Berlin

Potsdam/Berlin (epd). 78 Jahre nach dem deutschen Überfall auf Polen setzt sich eine Initiative in Berlin für ein Denkmal zum Gedenken an die polnischen Opfer der deutschen Besatzung zwischen 1939 und 1945 ein. Zu den Initiatoren zählen die ehemaligen Bundestagspräsidenten Rita Süssmuth (CDU) und Wolfgang Thierse (SPD).

EKD-Friedensbeauftragter befürchtet durch PESCO weitere schleichende Militarisierung der EU

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat erneut die zunehmende Militarisierung der Europäischen Union kritisiert. Anlass ist der Beginn der Notifizierung von EU-Staaten beim Treffen des Rates für Auswärtige Angelegenheiten in Brüssel in dieser Woche, die sich an der „Permanenten strukturierten Zusammenarbeit“ (PESCO) beteiligen wollen.

Diakonie Katastrophenhilfe: Staatszerfall im Südsudan bremst Hilfe

Berlin (epd). Der weitgehende Zusammenbruch der staatlichen Ordnung im Südsudan macht die Hilfe in dem ostafrikanischen Land nach Angaben der Diakonie Katastrophenhilfe immer schwerer. Die Lage in dem Bürgerkriegsland sei unübersichtlich, Hilfe oftmals lebensgefährlich, sagte der Leiter der evangelischen Nothilfeorganisation, Martin Kessler, im epd-Gespräch. 

Papst: Atomwaffen schaffen trügerisches Gefühl der Sicherheit

Rom (epd). Papst Franziskus hat vor den katastrophalen Folgen eines jedweden Einsatzes von Atomwaffen gewarnt. Vor den Teilnehmern einer internationalen Abrüstungskonferenz wies er am Freitag im Vatikan auf das Risiko verheerender Zerstörung selbst durch zufällige Detonationen von Nuklearwaffen hin.

Drohbrief aus Juba

Genf/Juba (epd). Bürgerkrieg, Hyperinflation und eine schwere Dürre: Im Südsudan hungern nach UN-Angaben 4,8 Millionen Menschen. Nur die großflächige Verteilung von Nahrungsmitteln habe bisher eine Hungersnot verhindert, sagt Adnan Khan vom Welternährungsprogramm. Doch anstatt die Helfer bei der Rettung von Menschenleben zu unterstützen, errichtet Südsudans Regierung immer neue Hürden.