Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

"Dem Wahnsinn etwas entgegensetzen"

Köln (epd). Im Dezember 1992 ist die zentralbosnische Stadt Zenica Zufluchtsort von rund 100.000 vertriebenen Menschen. "Turnhallen, Schulen, alles war voll mit Flüchtlingen", erinnert sich Monika Hauser. Darunter viele Frauen, die vor und auf der Flucht brutal vergewaltigt worden waren. Von dieser Situation hatte die Gynäkologin im heimischen Köln durch Presseberichte erfahren.

UN: Hunderttausenden Kindern im Südsudan droht Hungertod

Genf/New York (epd). Die Vereinten Nationen haben vor einer Zunahme der Hungerkrise im Südsudan gewarnt. Hunderttausenden Kindern in dem Bürgerkriegsland drohe der Hungertod, erklärte das Hilfswerk Unicef am Freitag in Genf. Mehr als eine Million Jungen und Mädchen im Südsudan seien akut unterernährt.

Die surrende Gefahr

Mogadischu (epd). Immer wieder unterbrach Isha Abdule Isaaq ihre Arbeit auf dem Feld und lauschte nach dem bedrohlichen Surren. Häufig bestätigte sich ihre Befürchtung und es näherte sich eine der US-Drohnen, die sie seit etwa zwei Jahren immer wieder in Angst versetzen. Dann blieb der 57-jährigen Somalierin nichts übrig als zu beten, dass keine Bomben fallen.

Militärbischof Rink vorsichtig optimistisch zur Zukunft Afghanistans

Berlin (epd). Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink hat den Auftrag der Bundeswehr in Afghanistan als Beitrag zur Entwicklungspolitik gewürdigt. Zivile und militärische deutsche Organisationen leisteten vor Ort "Hilfe zur Selbsthilfe", sagte Rink dem Evangelischen Pressedienst (epd) nach einem Besuch der deutschen Soldaten in Masar-i-Sharif und seinem erstmaligen Aufenthalt in Kabul.

Abrüstungskonferenz: USA verlassen Sitzung unter Syriens Vorsitz

Genf (epd). Die USA und andere westliche Länder haben gegen die Präsidentschaft Syriens bei der internationalen Abrüstungskonferenz in Genf scharf protestiert. Die US-Delegation verließ während der ersten formalen Sitzung des Gremiums unter Vorsitz eines Diplomaten des Assad-Regimes am Dienstag den Sitzungssaal.

Syrien übernimmt Präsidentschaft der Abrüstungskonferenz

Genf (epd). Trotz heftiger Proteste hat Syrien am Montag die Präsidentschaft der internationalen Abrüstungskonferenz übernommen. Ein Vertreter von Präsident Baschar al-Assad wird das einzige permanente Forum zum Abbau von Kriegswaffen vier Wochen leiten, wie aus der Internetseite der Vereinten Nationen in Genf hervorgeht.

Christinnen und Christen rufen zu kirchlichem Aktionstag in Büchel auf

Christinnen und Christen aus mehreren Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie die katholische Friedensorganisation Pax Christi rufen auf zu einem Aktionstag am 7. Juli am deutschen Fliegerhorst Büchel in der Eifel, um gegen die dort gelagerten US-amerikanischen Atombomben zu protestieren.

UN verurteilen das Aushungern als Kriegswaffe

New York / Genf (epd). Der Weltsicherheitsrat hat in einer wegweisenden Resolution das Aushungern von Menschen als Kriegswaffe scharf verurteilt. Ein Abschneiden der Bevölkerung von Lebensmittellieferungen müsse in der Regel als Kriegsverbrechen eingestuft werden, hieß es in der einstimmig am Donnerstag (Ortszeit) in New York angenommen Resolution des UN-Gremiums.

In fast unmöglicher Mission

Genf (epd). Im Science-Fiction-Thriller "Geostorm" deckt eine Patrouille UN-Blauhelme in Afghanistan das Versagen einer globalen Raumstation auf, die den Klimawandel bekämpfen soll. In der Realität hingegen fällt die Bilanz der UN-Friedensmissionen, die am 29. Mai ihr 70. Jubiläum feiern, dagegen nüchtern aus.