Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Friedensverband: Regierung soll Nahost-Friedensinitiativen stärken

Bonn (epd). Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) kritisiert die deutsche Nahost-Politik. "Die Bundesregierung hält sich aufgrund enger wirtschaftlicher und politischer Verflechtungen mit den USA und der besonderen Beziehungen zu Israel in ihrer Kritik zurück", erklärte AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister am Donnerstagabend in Bonn.

AGDF: Gewaltakteure im Nahen Osten klar benennen und Friedensinitiativen unterstützen

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) befürchtet angesichts der jüngsten Entwicklungen eine weitere Zunahme der Gewalt im Nahen Osten und sieht die Chancen für eine friedliche Lösung der Konflikte schwinden. Für den Friedensverband ist es daher jetzt wichtig, Friedensinitiativen vor Ort zu unterstützen und zu stärken.

Flüchtlingsrat: Niedersachsen soll Rüstungsexporte stoppen

Hannover (epd). Die Landesregierung und der Landtag in Niedersachsen sollen sich nach Ansicht des Niedersächsischen Flüchtlingsrates für einen sofortigen Stopp von Rüstungsexporten aus dem Bundesland einsetzen. "Krieg ist eine der Hauptfluchtursachen weltweit", sagte der Geschäftsführer des Rates, Kai Weber, am Donnerstag.

EKD-Friedensbeauftragter Brahms: Jeder ist verantwortlich

Bremen (epd). Wer etwas für den Frieden und gegen Fluchtursachen unternehmen will, muss nach Auffassung des kirchlichen Friedensbeauftragten Renke Brahms bei sich selbst anfangen. "Wir können viel vor Ort tun", sagte der leitende Bremer Theologe am Mittwoch vor der Synode der Bremischen Evangelischen Kirche.

Chemiewaffen-Ermittler schließen auf Einsatz von Chlorgas in Syrien

Den Haag (epd). In Syrien ist bei einem Angriff im Februar Experten zufolge höchstwahrscheinlich Chlorgas als Waffe eingesetzt worden. Wie die Organisation für das Verbot von chemischen Waffen (OPCW) am Mittwoch in Den Haag mitteilte, zogen Inspektoren den Schluss nach Untersuchungen in Sarakib in der Provinz Idlib.

UN: Zahl getöteter Zivilisten im Jemen erreicht im April Höchststand

Genf (epd). Im Jemen werden immer mehr Zivilisten Opfer des blutigen Krieges. 237 Zivilisten seien im April getötet worden, weitere 238 verletzt, erklärte eine Sprecherin des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte am Freitag in Genf. Dies sei die höchste Zahl ziviler Opfer in diesem Jahr.

Merkel: Aufkündigung des Atomabkommens "schwerer Einschnitt"

Münster (epd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf dem Katholikentag in Münster den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran als "schweren Einschnitt" für die internationale Zusammenarbeit bezeichnet. Die einseitige Aufkündigung sei ein "Grund großer Sorge", sagte sie am Freitag bei einer Podiumsdiskussion vor Tausenden Besuchern.

Demonstranten blockieren Werk von Rheinmetall in Unterlüß

Unterlüß/Kr. Celle/Düsseldorf (epd). Rüstungsexportgegner haben aus Protest gegen deutsche Waffenlieferungen an die Türkei am Dienstag für mehrere Stunden die Zufahrt zum Werk der Firma Rheinmetall in Unterlüß in der Lüneburger Heide blockiert. Das Unternehmen wolle in der Türkei eine Panzerfabrik bauen, teilten die Aktivisten mit.