Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Friedensforscher: Welt von nuklearer Abrüstung noch weit entfernt

Stockholm (epd). Friedensforscher sehen die Welt noch weit entfernt von einer atomaren Abrüstung. Zwar habe sich die Anzahl der Nuklearsprengköpfe weiter verringert, doch das Tempo bleibe langsam, erklärte das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag. Gleichzeitig seien alle neun Atommächte dabei, ihre Arsenale zu erweitern und technisch aufzurüsten. 

UN wollen Verfassungssauschuss für Syrien zusammenstellen

Genf (epd). Die Vereinten Nationen wollen ein Verfassungskomitee für das Bürgerkriegsland Syrien zusammenstellen. Dem Ausschuss sollen Vertreter der Assad-Regierung, der Opposition sowie unabhängige Gruppen und Experten angehören, erklärte der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, am Donnerstag in Genf. Zugleich schränkte er ein, er rechne nicht mit einem "großen Durchbruch".

Aufruf zum Glockenläuten am Friedenstag

Kassel/Darmstadt (epd). Die beiden evangelischen Kirchen in Hessen wollen sich am Internationalen Friedenstag, 21. September, an einem europaweiten Glockenläuten beteiligen. Alle Kirchengemeinden und Glockeneigentümer seien aufgerufen, an diesem Tag in der Zeit von 18 Uhr bis 18.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit ihre Glocken zu läuten, teilten die beiden Kirchen am Dienstag mit.

EKD-Friedensbeauftragter: Anschaffung von Kampfdrohnen überdenken

Bonn (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat sich kritisch zur Anschaffung von waffenfähigen Drohnen für die Bundeswehr geäußert. "Hier sind völkerrechtliche, aber auch ethische Fragen in Bezug auf Kampfdrohnen noch völlig ungeklärt, um eine solche Entscheidung zu treffen", warnte Brahms am Dienstag in Bonn.

UN fordern Untersuchung von Luftattacke in Syrien mit Dutzenden Toten

Genf (epd). UN-Generalsekretär António Guterres hat einen tödlichen Luftangriff auf ein Dorf im syrischen Rebellengebiet Idlib verurteilt. Wie die UN am Montag in Genf mitteilten, kamen dabei in der Nacht zum Freitag "Dutzende" Menschen ums Leben, darunter auch Kinder.

Afghanistans Regierung verkündet befristete Waffenruhe

Kabul (epd). Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hat am Donnerstag eine einseitige Waffenruhe mit den aufständischen Taliban verkündet. Diese soll vom 12. bis 19. Juni gelten, wie afghanische Medien berichteten. In diesem Zeitraum wird auch das Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan gefeiert, der als Zeit des Friedens und der Versöhnung gilt. 

Befristete Waffenruhe in Afghanistan

Kabul (epd). In Afghanistan weckte eine von den Taliban verkündete Waffenruhe Hoffnung auf einen neuen Friedensprozess. In einem außergewöhnlichen Schritt hatten die aufständischen Islamisten Samstag eine dreitägige Waffenruhe angekündigt, wie afghanische Medien berichteten. Es ist das erste Mal seit dem Beginn des Konfliktes 2001, dass die Taliban eine Kampfpause ausgerufen haben. 

UN: Südsudan gefährlichstes Land für Helfer weltweit

Genf (epd). Der Südsudan ist nach UN-Angaben das gefährlichste Land für humanitäre Helfer weltweit. Seit Beginn des Bürgerkriegs vor viereinhalb Jahren seien 100 Mitarbeiter humanitärer Organisationen im Südsudan getötet worden, erklärte der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock am Montag in Genf. Zudem würden Helfer überfallen, verletzt und ausgeraubt. Entführungen seien an der Tagesordnung.

Die Wunden sind noch nicht verheilt

Köln (epd). Sofije hatte keine Chance, als eine Gruppe von 30 Soldaten in das Haus ihrer Familie eindrang. "Ich habe mich gewehrt, aber ich konnte nicht entkommen", erinnert sich die junge Frau. Vier Männer vergewaltigten die damals 14-Jährige während des Kosovo-Kriegs 1999. Immer noch leidet die heute 33-Jährige unter den Folgen.