Kirchliche Friedensarbeit trägt dazu bei, dass Fragen des Friedens noch stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit der Kirche rücken: in Gottesdienst und Andacht, im konstruktiven Umgang mit Konflikten in und außerhalb der Kirche, durch gesellschaftspolitisches Engagement und übergreifende Projekte. Themen sind u.a. Versöhnungs- und Erinnerungsarbeit, Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus, Zusammenhänge zwischen Frieden, Gerechtigkeitsfragen und die Bewahrung der Schöpfung.

Kirchliche Friedensarbeit

"Religions for Peace" gründet europäischen Sitz in Berlin

Berlin (epd). Die Organisation „Religions for Peace“, die sich für eine Verständigung zwischen den Religionsgemeinschaften zur Beilegung von Konflikten einsetzt, hat einen europäischen Ableger gegründet. Seinen Sitz hat „Religions for Peace Europe“ in Berlin. Am Mittwoch gibt es einen feierlichen Eröffnungsakt.

Landessynode der Nordkirche beschließt Friedenserklärung

Lübeck-Travemünde (epd). Angesichts des Krieges in der Ukraine befasste sich die Landessynode der Nordkirche am Freitag und Sonnabend auf einer Sondersitzung mit friedensethischen Fragen. Dem Präsidium sei es wichtig gewesen zu verdeutlichen, dass „gerade unsere Kirche nicht nach dem 'Business-as-usual'-Gedanken weitermachen darf“, sagte Präses Ulrike Hillmann.

Drei neue Mitglieder im EAK-Vorstand

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für KDV und Frieden (EAK) hat ihren Vorstand um drei neue Mitglieder erweitert und so die Arbeit im Leitungsgremium auf eine breitere Basis gestellt. Die Amtszeit der Vorstandsmitglieder dauert bis zur Jahrestagung 2024.

Badische Synode verurteilt russischen Angriffskrieg in der Ukraine

Karlsruhe/Bad Herrenalb (epd). Die Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Baden hat den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine scharf verurteilt. „Der Krieg vernichtet das Leben vieler Menschen in der Ukraine, bedroht die zivile Weltordnung und das friedliche Zusammenleben der Menschen auf der Grundlage des Völkerrechts“, heißt es in der am Samstag verabschiedeten Erklärung.

Kirchensynode für respektvolle friedensethische Diskussion

Naumburg (epd). Die Synode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) hat sich in der Debatte um Waffenlieferungen an die Ukraine hinter ihren Bischof Friedrich Kramer gestellt. Zum Abschluss ihrer viertägigen Beratungen verabschiedete das Kirchenparlament am Samstag in Naumburg eine Erklärung, in der zu „respektvollen friedensethischen Diskussionen“ aufgefordert wird.

Bedford-Strohm: Evangelische Friedensethik weiterentwickeln

Freiburg (epd). Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, fordert nach dem russischen Angriff auf die Ukraine eine Weiterentwicklung der evangelischen Friedensethik. Die Orientierung am „gerechten Frieden“ bleibe auch jetzt richtig, heißt es in einem Gastbeitrag des bayerischen Landesbischofs für die „Herder Korrespondenz“ (Mai).

Friedensfachkraft: Nicht allein militärische Dimension im Blick haben

Wustrow, Berlin (epd). Der Politikwissenschaftler Felix Schimansky-Geier hat davor gewarnt, im Krieg Russlands gegen die Ukraine allein die militärische Dimension im Blick zu haben. Insgesamt seien angesichts der Konflikte in der Welt deutlich mehr Investitionen in den Zivilen Friedensdienst nötig, sagte er im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

"Ich habe jede Nacht gebetet, dass ich überlebe"

Heilbronn (epd). Wenige Tage vor Kriegsausbruch läuft im Leben von Anastasiia Zaieva aus Charkiw in der Ostukraine noch alles nach Plan: Die Deutsch-Studentin hat ein Online-Vorstellungsgespräch bei der Evangelischen Tagungsstätte in Löwenstein (ETL) (Landkreis Heilbronn) für eine Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ).