Arbeitsgemeinschaft: Mehr Anfragen zur Kriegsdienstverweigerung
Bonn, Stuttgart (epd). Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) verzeichnet nach eigenen Angaben deutlich mehr Beratungsanfragen zur Kriegsdienstverweigerung. „Dieses Jahr schaffen wir EKD-weit locker die Zahl von 1.000 Beratungen“, sagte der Stuttgarter Pfarrer Stefan Schwarzer laut Mitteilung am Mittwoch anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tages der Kriegsdienstverweigerung am Freitag (15. Mai).
Als Grund nennt die EAK vor allem das neue Wehrdienst-Modernisierungsgesetz. Seit junge Volljährige einen Fragebogen zur Wehrbereitschaft erhalten, beschäftigten sich viele auch mit der Frage einer möglichen Kriegsdienstverweigerung. Schwarzer verwies zudem auf einen starken Anstieg bei den Anträgen: Im ersten Quartal 2026 seien laut Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben bereits fast 2.700 Anträge gestellt worden, im gesamten Jahr 2024 seien es knapp 3.000 gewesen.
Menschen bei Gewissensfragen unterstützen
Die EAK baut nach eigenen Angaben ihr Beratungsnetz weiter aus. Ziel sei es, Menschen bei Gewissensfragen zu unterstützen und das Recht auf Kriegsdienstverweigerung auch europaweit zu stärken.