Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, und zerstörten Lebensgrundlagen. Sie sind auf der Suche nach Sicherheit und Frieden. Das Recht auf Asyl ist ein Menschenrecht und darf niemandem verwehrt werden.

Flucht und Asyl

Misereor ruft Bundesregierung zu mehr Engagement in Syrien auf

Aachen (epd). Das katholische Hilfswerk Misereor fordert ein stärkeres Engagement der Bundesregierung im syrischen Bürgerkrieg. "Auch wenn der Konflikt militärisch entschieden scheint, ist eine Friedensperspektive weit entfernt", sagte Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel am Donnerstag in Aachen.

Hilfsorganisationen dringen auf Waffenruhe in Syrien

Köln (epd). Hilfsorganisationen haben die dramatische Lage von etwa einer Million Menschen im Norden Syriens beklagt. Sie seien vor Kämpfen in der Region Idlib geflohen und nun zwischen Gewalt und einer geschlossenen Grenze gefangen, erklärte die Diakonie Katastrophenhilfe am Donnerstag in Berlin.

Rotes Kreuz alarmiert über Massenvertreibung in Nordwest-Syrien

Genf (epd). Das Rote Kreuz ist äußerst alarmiert über die sich zuspitzende humanitäre Lage von Hunderttausenden geflohenen Menschen im umkämpften Nordwest-Syrien. Es handele sich um die schlimmste Massenvertreibung in dem fast neun Jahre tobenden Syrien-Konflikt, sagte der Rot-Kreuz-Direktor für den Nahen Osten, Fabrizio Carboni, am Dienstag in Genf. 

Helfer: Katastrophale Lage in Idlib

Frankfurt a.M. (epd). Nach fast neun Jahren Krieg in Syrien zeichnet sich Helfern zufolge eine neue humanitäre Katastrophe unermesslichen Ausmaßes ab.

UN kritisieren anhaltende Gewalt in Syrien

Frankfurt a.M./Genf (epd). Die Vereinten Nationen haben die andauernden Bombenangriffe der syrischen Regierung im Norden des Landes scharf kritisiert. Die UN-Hochkommissarin Michelle Bachelet bezeichnete die Attacken am Dienstag in Genf als "willkürlich und unmenschlich". Es sei unglaublich grausam, Familien zu bombardieren, die unter den Resten von Plastikplanen in Eiseskälte leben.

Libyen: EU will wieder mit Schiffen im Mittelmeer patrouillieren

Brüssel (epd). Die EU will zur Überwachung des Waffenembargos gegen Libyen wieder mit Schiffen auf dem Mittelmeer patrouillieren, nachdem diese im Streit um die Rettung von Flüchtlingen abgezogen worden waren. Sie sollten im östlichen Mittelmeer eingesetzt werden, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) nach einem EU-Ministerrat am Montag in Brüssel.

UN-Botschafter: Klimawandel wirkt sich auf Sicherheit aus

Düsseldorf (epd). Deutschlands UN-Botschafter Christoph Heusgen sieht im Klimawandel eine Bedrohung für den Frieden in der Welt. "Klimawandel, Flucht von Menschen vor Hitze und Trockenheit oder Anstieg des Meeresspiegels bedeutet Destabilisierung betroffener Länder", sagte Heusgen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitag). "Das wird ein neues großes Problem für den Frieden.

Borrell hält neues Einsatzgebiet bei "Sophia" für möglich

Berlin (epd). Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell bringt zur geplanten Kontrolle des UN-Waffenembargos gegen Libyen ein neues Einsatzgebiet für die entsprechende EU-Mission ins Gespräch. Hintergrund sind Bedenken, dass der Einsatz von Schiffen einen Anreiz für Flüchtlinge darstellen könnte, die dadurch eine Seenotrettung erwarten können.