Kabul/Genf (epd). In Afghanistan sind in der ersten Jahreshälfte mehr als 1.600 Zivilisten getötet worden. Die Gewalt gegen Unbeteiligte sei weiter extrem hoch, die Zahl der Selbstmordattentate nehme zu, erklärte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte am Montag in Kabul und Genf.
Wittenberg (epd). Mehr als 200 Menschen haben am Samstag in Wittenberg an einem Lichterweg für den Frieden teilgenommen. Anlässlich der Themenwoche Frieden auf der Weltausstellung Reformation zogen sie schweigend von der Schlosskirche durch die Stadt zum Marktplatz, wie die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden mitteilte.
Düsseldorf (epd). In der Bundeswehr beschweren sich mehr Soldaten über sexuelle Belästigung, Rechtsextremismus oder Fehlverhalten von Vorgesetzten. Während im Jahr 2016 nur 28 Verdachtsfälle wegen Fehlverhalten von Vorgesetzten gemeldet wurden, waren es bis zum 9.
Wunsiedel (epd). Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat die gewalttätigen Ausschreitungen am Rande des G20-Gipfels in Hamburg am vergangenen Wochenende erneut scharf verurteilt.
Würzburg/Ansbach (epd). Es ist ein schwüler Abend in Würzburg, der Beginn der bayerischen Sommerferien nahe, als das Unfassbare geschieht: Ein 17 Jahre alter Afghane greift am 18. Juli 2016 gegen 21.15 Uhr in einem Regionalzug bei Würzburg mehrere Fahrgäste mit einer Axt und einem Messer an und verletzt sie dabei zum Teil schwer. Bei seiner Flucht vor der Polizei wird er erschossen.
Darmstadt (epd). Das "Wort zum politischen Weg unseres Volkes" wurde von den beiden Theologieprofessoren Karl Barth (1886-1968) und Hans Joachim Iwand (1899-1960) verfasst und unter anderen von dem späteren hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Martin Niemöller (1892-1984) überarbeitet. Es benannte vier ganz konkrete "Irrwege" der Kirche.
Berlin (epd). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) begrüßt den von mehr als 120 Staaten beschlossenen Vertrag über das Verbot von Atomwaffen. "Insbesondere mit Blick auf die Bestimmungen des humanitären Völkerrechts ist dieser Vertrag wegweisend", sagte DRK-Vizepräsident Volkmar Schön am Donnerstag in Berlin.
Köln (epd). Die Bundesregierung hat einem Zeitungsbericht zufolge trotz der Spannungen zwischen Katar und mehreren arabischen Staaten neue Rüstungslieferungen in die Region genehmigt.
Genf/Dschibuti (epd). China hat erstmals Soldaten auf einen ausländischen Stützpunkt entsandt. Ein Kriegsschiff mit Soldaten an Bord sei auf dem Weg ins ostafrikanische Dschibuti, berichteten staatliche chinesische Medien am Mittwoch. Dort sollen sie einen Stützpunkt eröffnen, von dem aus China nach eigenen Angaben humanitäre Hilfe und Blauhelmeinsätze im Rahmen der UN koordinieren will.
Dortmund (epd). Der Publizist und Nahost-Experte Michael Lüders hat die Berichterstattung über den Krieg in Syrien und andere Konfliktregionen als undifferenziert kritisiert. Das Schema von Gut und Böse, in das Medien die Akteure und Beteiligten gerne einteilten, entspreche keineswegs der Realität, sagte der Politik- und Islamwissenschaftler am Dienstagabend in Dortmund.