Stockholm/Osnabrück (epd). Die 100 weltgrößten Rüstungskonzerne haben nach Angaben von Friedensforschern im vergangenen Jahr ihren Umsatz erhöht. 2017 verkauften die Unternehmen Waffen und militärische Dienstleistungen im Wert von 398,2 Milliarden US-Dollar (349,6 Milliarden Euro), wie das Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag in Stockholm mitteilte.
Oslo (epd). Vor der feierlichen Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo haben der kongolesische Arzt Denis Mukwege und die jesidische Aktivistin Nadia Murad die Weltgemeinschaft in die Pflicht genommen. Konkrete Schritte gegen sexuelle Gewalt als Waffe in Kriegen und Konflikten seien unabdingbar, betonten die beiden Preisträger am Sonntag in Oslo.
Rom (epd). Der Vatikan hat Russland indirekt für sein Vorgehen in der Ukraine kritisiert. Unter Anspielung auf die Annexion der Krim und die Einflussnahme Moskaus auf die Ostukraine forderte der vatikanische "Außenminister" Paul Richard Gallagher Vatikanangaben vom Freitag zufolge beim OSZE-Außenministertreffen, "auf Aktionen zur Destabilisierung von Nachbarländern zu verzichten".
Berlin (epd). "Ärzte ohne Grenzen" hat zum Auftakt der Gespräche zum Jemen-Konflikt in Schweden alle Kriegsparteien aufgefordert, das Leid der Bevölkerung zu lindern. Zudem müsse der Schutz von Krankenhäusern und Gesundheitspersonal gewährleistet sein, erklärte die Nothilfeorganisation am Donnerstag in Berlin. "Geld allein ist nicht genug.
Hannover/Stuttgart (epd). Die friedenspolitische Medienstiftung "Culture Counts Foundation" aus Weinstadt bei Stuttgart erhält an diesem Sonntag (9. Dezember) den Friedenspreis "Sievershäuser Ermutigung". Das Antikriegshaus Sievershausen in Lehrte bei Hannover vergibt die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung alle zwei Jahre mit wechselnden Schwerpunkten.
Genf (epd). Nach sechsjähriger Pause gibt es neue Gespräche über die Zukunft der Westsahara. Auf Einladung des UN-Sondergesandten, Altbundespräsident Horst Köhler, kamen am Mittwoch in Genf Vertreter Marokkos, Algeriens, Mauretaniens sowie der Unabhängigkeitsbewegung Polisario zusammen.
Frankfurt a.M. (epd). Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin unterstützt die Forderung der Evangelischen Kirche (EKD) nach einem Rüstungsexportkontrollgesetz. Exportkontrollen müssten "rechtlich verbindlich und einklagbar sein", sagte Trittin am Montagabend in der Evangelischen Akademie Frankfurt am Main. Es seien schärfere Kriterien notwendig.
Bonn/Frankfurt a.M. (epd). Die "Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden" fordert anstelle von militärischer Logik mehr friedliche Konfliktlösungen. Zum 50-jährigen Bestehen der Organisation aus verschiedenen Friedensdiensten hob die Vorsitzende Christine Busch am Montagabend in Bonn gewaltfreie Methoden der Konfliktbearbeitung und der Konfliktlösung hervor.
Letzlingen (epd). Die Bürgerinitiative Offene Heide hat am Sonntag erneut für eine ausschließlich zivile Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide im nördlichen Sachsen-Anhalt demonstriert. Rund 40 Friedensaktivisten trafen sich zum mittlerweile 306.
Osnabrück (epd). Bundesaußenminister Heiko Maas will eine globale Abrüstungsinitiative starten, um neuartige Waffensysteme einer Kontrolle zu unterwerfen. "Es muss alles auf den Tisch. Unsere Regeln müssen mit der technologischen Entwicklung immer neuer Waffenarten Schritt halten", sagte der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Sonnabend).