Bonn (epd). Die bundesweite Ökumenische Friedensdekade vom 10. bis zum 20. November 2019 soll unter dem Motto "Friedensklima" stehen. Damit wollten die Trägerorganisationen auf Zusammenhänge zwischen dem Klimawandel und dadurch entstehenden Kriegen und Konflikten aufmerksam machen, erklärte der Vorsitzende Jan Gildemeister am Freitag in Bonn.
Büchel/Bonn (epd). Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, unterstützt am 7. Juli kommenden Jahres einen Aktionstag der Projektgruppe "Kirchen gegen Atomwaffen".
Frankfurt a.M. (epd). Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wird eine friedensethische Stellungnahme erarbeiten. Die Synode beauftragte am Freitag in Frankfurt am Main einstimmig den zuständigen Ausschuss, einen Text bis zur nächsten Tagung im kommenden Frühjahr zu erarbeiten.
Hannover (epd). Die hannoversche Landeskirche will weitere "Friedensorte" fördern. Für 2019 und 2020 seien dafür je 300.000 Euro in den Haushalt eingestellt, sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Mission und Ökumene, Ottomar Fricke, am Donnerstag vor der Landessynode in Hannover. Anlässe wie Gedenktage und besondere Orte seien wichtig, um vor allem junge Menschen zu erreichen.
Genf (epd). Regierungsvertreter aus aller Welt haben sich am Mittwoch für Verhandlungen mit den radikal-islamischen Taliban und einen dauerhaften Frieden in Afghanistan ausgesprochen. Am Rand einer zweitägigen Afghanistan-Konferenz in Genf sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), die Gelegenheit dafür sei vielleicht günstiger als je zuvor.
Genf (epd). Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hat zu mehr Investitionen in seinem Land aufgerufen. Afghanistan liege im Herzen einer stark wachsenden Region und verfüge über große Potenziale, sagte Ghani am Dienstag in Genf bei einer Afghanistan-Konferenz in Genf. Der Markt in dem zentralasiatischen Land verspreche Milliardengewinne, die aber realisiert werden müssten.
Dubai/Kabul (epd). Zwei Tage lang tobten am Wochenende in Kabul ethnische Proteste. Die gewaltsamen Ausschreitungen zeigten erneut, wie instabil die Situation in Afghanistan ist. Hunderte wütende Demonstranten veranstalteten Straßenkämpfe in der Hauptstadt, um gegen die Festnahme von Ibrahim Alipoor, einem Milizenführer, zu protestieren. "Alipoor ist unschuldig", riefen sie.
Schwerte (epd). In Afghanistan hat sich die Sicherheitslage für die Bevölkerung nach Einschätzung des Grünen-Experten Winfried Nachtwei in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Dennoch müssten die Chancen für Frieden und Wiederaufbau gesehen werden, sagte der frühere sicherheits- und abrüstungspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion am Sonntag auf der 32.
Genf (epd). Rüstungsgegner haben von den UN-Mitgliedsländern ein globales Verbot von Killerrobotern verlangt. Das Ergebnis einer UN-Konferenz über die menschlich nicht kontrollierbaren Waffensysteme sei enttäuschend, kritisierte die Internationale Kampagne zum Verbot von Killerrobotern am Samstag in Genf.
Bad Boll (epd). Die Evangelische Landeskirche in Württemberg sieht sich nach Einschätzung ihres Bischofs Frank Otfried July nicht als pazifistische Kirche. Der Einsatz von Waffen gegen Bosheit und tiefste Menschenverachtung sei eine "notwendige Möglichkeit", sagte July laut Redemanuskript am Samstag bei einer Friedenstagung in der Evangelischen Akademie Bad Boll bei Göppingen.