Karlsruhe, Eckernförde (epd). Der Eckernförder Waffenhersteller Sig Sauer muss den gesamten Umsatz eines illegalen Waffengeschäfts an den Staat zahlen.
Berlin, Bonn (epd). Nach dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan wächst die Sorge um die am Hindukusch zurück gebliebenen afghanischen Helfer der deutschen Streitkräfte.
Dubai/Kabul (epd). Eigentlich hätte Zainab Musawi demnächst nach Japan reisen sollen. Die 26-jährige Informatikerin aus Kabul hatte ein Stipendium, um ihre Masterarbeit dort zu schreiben. Doch Zainab Musawi wurde Mitte Juni bei einem Anschlag auf einen Mini-Bus getötet. Sie fuhr damit durch ihr Wohnviertel Dasht-e-Barchi im Westen der afghanischen Hauptstadt.
Berlin, Wunstorf (epd). Nach 20 Jahren kommt der deutsche Afghanistan-Einsatz zum Abschluss. Der letzte Soldat hat nach Angaben der Bundeswehr am Dienstag das Land am Hindukusch verlassen. Am frühen Mittwochnachmittag landeten die Streitkräfte demnach am Luftwaffenstützpunkt Wunstorf in Niedersachsen.
Berlin (epd). Der evangelische Militärbischof Bernhard Felmberg hat sich für eine grundlegende Aufarbeitung des Afghanistan-Einsatzes ausgesprochen. „Wir bleiben verantwortlich, die notwendigen politischen Lehren aus diesem Einsatz zu ziehen“, sagte Felmberg am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Frankfurt a.M./Addis Abeba (epd). In der äthiopischen Krisenprovinz Tigray ist trotz einer von der Regierung einseitig erklärten Waffenruhe kein Ende der Kämpfe in Sicht. Im US-Nachrichtensender CNN kündigten die Anti-Regierungstruppen am Dienstag an, weiterzukämpfen, bis alle feindliche Einheiten Tigray verlassen hätten. Man werde alles Nötige tun, um das Militär zu vertreiben.
Eckernförde, Karlsruhe (epd). Für die Eckernförder Rüstungsfirma Sig Sauer geht es um Geld, aber vor allem auch ums Prinzip. Der Bundesgerichtshof (BGH) wird am Donnerstag sein Urteil über die Frage verkünden, ob die Einziehung des kompletten Erlöses einer illegalen Waffenlieferung durch Sig Sauer rechtmäßig ist.
Berlin (epd). Nach dem Anschlag auf Bundeswehrsoldaten in Mali hält Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) an der deutschen Beteiligung an der UN-Stabilisierungsmission Minusma fest. Es müssten aber „realistische politische Ziele“ für den Einsatz formuliert werden, sagte sie am Montag im Deutschlandfunk mit Blick auf die Erfahrungen in Afghanistan.
Essen, Berlin (epd). Kurz vor dem Ende des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr hat die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl (SPD), eine breite öffentliche Debatte über die Lehren aus der Militärmission gefordert. Sie werbe für die Einrichtung einer Enquete-Kommission des Bundestags, damit eine solche Debatte möglich werde, sagte Högl den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe (Montag).