Frankfurt a.M., Oslo (epd). Die Vergabe des diesjährigen Friedensnobelpreises am Freitag steht im Zeichen von Corona und Klimakrise. Fachleute räumen zudem der Bedeutung verlässlicher Informationen viel Gewicht ein. Laut Nobelkomitee in Oslo gingen für dieses Jahr 329 Nominierungen ein, 234 für Persönlichkeiten und 95 für Organisationen.
Frankfurt a.M., Bonn, Duisburg, Hamburg (epd). Führende deutsche Friedensforschungsinstitute haben die künftige Bundesregierung aufgefordert, Lehren aus dem gescheiterten Afghanistan-Einsatz zu ziehen.
Brüssel, Luxemburg (epd). Mit Blick auf die von Marokko besetzte Westsahara hat das Gericht der Europäischen Union zwei Abkommen der EU mit Marokko gekippt. Die Beschlüsse der EU-Mitgliedstaaten aus dem Jahr 2019 zu einer Handelsvereinbarung und einem Fischereiabkommen mit dem Königreich seien ungültig, erklärte das Gericht am Mittwoch in Luxemburg.
Frankfurt a.M./Johannesburg (epd). Menschenrechtler haben die Rekrutierung von Kindersoldaten durch islamistische Milizen in Mosambik angeprangert. Kämpfer der Gruppe Al-Shabab hätten Hunderte Jungen entführt und sie in Camps in der Provinz Cabo Delgado ausgebildet, erklärte Human Rights Watch (HRW) am Mittwoch in Johannesburg. Die jüngsten Kinder waren demnach gerade einmal zwölf Jahre alt.
Frankfurt a.M./Conakry (epd). Die Militärjunta im westafrikanischen Guinea hat ihre Mitglieder von der Teilnahme an einer neuen Regierung ausgeschlossen. In einer am Montagabend vorgestellten Übergangsverfassung sei festgelegt, dass die heutigen Vertreter der Militärregierung nicht bei den nächsten Wahlen antreten dürfen, berichtete der staatliche Sender RTG.
Den Haag (epd). Der Internationale Strafgerichtshof will so schnell wie möglich wieder wegen Verbrechen in Afghanistan ermitteln. Chefankläger Karim Khan erklärte am Montag in Den Haag, er habe einen Eilantrag für die Wiederaufnahme gestellt und wolle sich auf Verbrechen der Taliban und des „Islamischen Staats“ (IS) richten.
Karlsruhe (epd). Die frühere Verteidigungsministerin der Zentralafrikanischen Republik, Marie-Noelle Koyara, macht sich für Konzepte nachhaltiger zivil-polizeilicher Sicherheit stark.
Bonn/Wetzlar (epd). Nach dem gescheiterten Militäreinsatz in Afghanistan fordert die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) von den Abgeordneten des nächsten Bundestages eine „kritische, ehrliche und möglichst unabhängige Bilanz“.
Berlin (epd). Deutschland hat in dieser Legislaturperiode Kriegswaffen im Wert von 4,5 Milliarden Euro exportiert. Dies geht aus einer Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor, die dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt.
Fulda, Bonn (epd). Der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck plädiert nach den Erfahrungen in Afghanistan dafür, bei Auslandseinsätzen mehr auf die Religion und Kultur des jeweiligen Landes zu achten.