Nach den diesjährigen Ostermärschen sieht sich die Friedensbewegung im Aufwind. Trotz medialer "Diffamierungen" pazifistischer Positionen hätten sich mehr Menschen an den Kundgebungen und Aktionen beteiligt als im vergangenen Jahr, heißt es.
Die Friedensbewegung hat unter dem Eindruck des Ukraine-Kriegs zu den diesjährigen Ostermärschen aufgerufen. Die kategorische Ablehnung jeglicher Waffengewalt ist angesichts der russischen Aggression umstritten.
Magdeburg (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Friedrich Kramer, hat an die orthodoxen Kirchen in Russland und der Ukraine appelliert, sich für den Frieden in der Ukraine einzusetzen. „Wenn sie doch den Osterfrieden ausrufen würden und alle hörten, wie sie zueinander mit Christus rufen: 'Frieden sei mit Euch'.
Zu den Ostermärschen sind in diesem Jahr wieder zahlreiche Menschen aus der Friedensbewegung auf die Straßen gegangen. Viele machen sich Sorgen wegen einer möglichen Eskalation des russischen Angriffskrieges in der Ukraine.
Hannover/Bremen (epd). Bei den diesjährigen Ostermärschen haben in Niedersachsen und Bremen mehrere Tausend Menschen für den Frieden und einen Waffenstillstand in der Ukraine demonstriert.
Köln (epd). Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, warnt mit Blick auf den Ukraine-Krieg vor einem Schwarz-Weiß-Denken. Es helfe nicht, in den Mustern von Entweder-oder sowie richtig und falsch zu denken, sagte sie im „Interview der Woche“ im Deutschlandfunk.
Frankfurt a.M. (epd). Der frühere Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) sieht die politischen Entscheidungsträger in Deutschland angesichts des Ukraine-Krieges unter großem Druck. „In diesen Zeiten Verantwortung zu tragen, ist verdammt schwer“, sagte de Maizière dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Hannover (epd). Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, hat ihre ablehnende Haltung zu Waffenlieferungen an die Ukraine bekräftigt. „Anfangs hieß es, wir würden reine Verteidigungswaffen liefern, jetzt sind daraus ganz klar Angriffswaffen geworden“, sagte sie der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag).
Berlin (epd). Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, hat vor den Ostermärschen ihr Verständnis für Waffenlieferungen an die Ukraine betont. „Die Ukrainer wollen in Frieden und Freiheit leben und solange das nicht möglich ist, brauchen sie unsere Unterstützung, auch im Moment durch Waffen“, sagte Kurschus am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“.
Frankfurt a.M. (epd). Der frühere Bundesverteidigungsminister und aktuelle Kirchentagspräsident Thomas de Maizière hat Kritikern von Waffenlieferungen an die Ukraine einen einseitigen Blick auf die Konsequenzen vorgeworfen. Es gebe bei diesen schwierigen Abwägungen keine widerspruchsfreien Lösungen, sagte de Maizière in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).