Zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung (ZKB) ist die Bearbeitung von potentiell gewaltträchtigen Konflikten durch konstruktive Methoden, die auf Gewaltanwendung verzichten. Zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung ist eine Alternative zum Versuch mit Waffengewalt Konflikte einzudämmen. Sie befördert im In- und Ausland eine neue Konfliktkultur. Entsprechende Instrumente wie der Zivile Friedensdienst (ZFD) oder das Zentrum für internationale Friedenseinsätze (ZIF) sind auf staatliche Förderung angewiesen – auch für den Einsatz in Deutschland.

Zivile Konfliktbearbeitung

Friedensgesellschaft sucht zivile Lösungen für Syrien

Dortmund/Köln (epd). Die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner sucht bei einer Tagung nach zivilen Lösungsansätzen für Syrien. Der Konflikt in Syrien könne nicht mit Waffengewalt gelöst werden, erklärte die Gesellschaft am Donnerstag in Dortmund. Nach dem Scheitern des Waffenstillstands drohe eine weitere Eskalation des Krieges.

Landeskirche ruft zu mehr Engagement für Frieden auf

Osnabrück/Hannover (epd). Die hannoversche Landeskirche hat die Politik und die eigenen Mitglieder aufgefordert, sich mehr als bisher für Frieden, die Achtung der Menschenrechte und weltweite Abrüstung einzusetzen.

Württembergische Kirche: Kleinwaffenexport gehört verboten

Stuttgart (epd). Die Synode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg fordert ein Exportverbot von Kleinwaffen. Diese seien die "Massenvernichtungswaffen" der Gegenwart, heißt es in einer am Mittwoch in Stuttgart verabschiedeten Erklärung des Kirchenparlaments.

Württembergische Kirche für Verbot von Rüstungsexporten

Die Synode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg hat sich für ein Exportverbot von Kleinwaffen, für eine Beschränkung von Waffenexporten und eine Stärkung von Friedensbildung und ziviler Konfliktbearbeitung ausgesprochen.

Auf dem Weg zum gerechten Frieden

Die Evangelisch-reformierte Kirche will sich intensiv in die Diskussion um den richtigen Weg zum Frieden einmischen. „Wir benötigen ein Koordinatensystem oder so etwas wie eine ausgerichtete Kompassnadel für unser Denken und Handeln in Sachen Frieden in Kirche und Gesellschaft“, sagte der Hannoveraner Theologieprofessor Marco Hofheinz vor der Gesamtsynode in Emden.

Friedensdienst fordert mehr Einsatz für friedliche Konfliktlösungen

Bonn (epd). Der Zivile Friedensdienst (ZFD) fordert angesichts von zahlreichen gewalttätigen Konflikten in der Welt mehr Einsatz für zivile Konfliktlösungen. Die mittlerweile 17-jährige Erfahrung der Organisation zeige, dass Frieden machbar sei, sagte der Sprecher des Konsortiums Ziviler Friedensdienst, Hans Jörg Friedrich, am Donnerstag in Bonn.

Ziviler Friedensdienst - 17 Jahre für eine Welt ohne Gewalt

Als in den neunziger Jahren die Kriege in Jugoslawien Europa erschütterten, entstand in Deutschland, zunächst in kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Kreisen, die Idee für einen Zivilen Friedensdienst. 1999 wurde diese Idee zu einem Programm des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und deutschen Friedens- und Entwicklungsorganisationen.

Kriegsdienstverweigerung ist ein mutiger persönlicher Schritt aus Gewissensnot

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat nachdrücklich das Grundrecht auf eine Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen unterstrichen. Anlass ist das derzeit laufende Verfahren des ehemaligen US-Soldaten André Shepherd vor dem Verwaltungsgericht in München.

Käßmann betont friedlichen Kern von Religionen

Saarbrücken (epd). Die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann betont die friedliche Ausrichtung von Religionen. Christliche Theologie habe jedoch in früheren Zeiten viel zu oft Kriege als gerecht legitimiert, sagte die Theologin am Mittwoch auf einem Studientag an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken.

Präses Kurschus: Rechtspopulistische Ängste überwinden

Bielefeld (epd). Das Auftreten rechtspopulistischer Parteien schränkt nach Einschätzung der westfälischen Präses Annette Kurschus "die Räume für mutiges und wahrhaftiges politisches Handeln dramatisch ein". Die Rechtsaußen-Parteien dehnten "schamlos die Spielräume des Denkbaren und Sagbaren" aus, sagte Kurschus am Montag zum Auftakt der westfälischen Landessynode in Bielefeld.