Immense Staatsausgaben werden für Rüstung ausgegeben. Deutschland ist einer der größten Waffenproduzenten und -exporteure der Welt. Die Kirchen sind sich einig, dass Rüstungsexporte restriktiv geregelt werden müssen und in Krisengebiete verboten werden sollten. Auch angesichts kriegerischer Auseinandersetzungen stellt sich die Frage nach (Auf- bzw. Ab-)Rüstung neu und fordert eine Positionierung heraus.

Rüstung

AGDF zeigt sich von Sondierungsergebnissen „enttäuscht“

Enttäuscht zeigt sich die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden von den bisherigen Ergebnissen der Sondierungsverhandlungen von CDU, CSU und SPD für eine neue Große Koalition. Der Friedensverband vermisst in dem Papier, das die drei Parteien vorgelegt haben, deutliche Ansätze für eine zivile Friedenspolitik.

Gerechter Frieden statt gerechter Krieg

Die Evangelische Kirche im Rheinland fordert den längst überfälligen Abzug der letzten US-amerikanischen Atomwaffen aus Deutschland, die im rheinland-pfälzischen Büchel lagern. Das ist ein Aspekt eines Friedenswortes, das die Landessynode anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren als Diskussionsimpuls heute beschlossen hat.

Friedenspreis-Initiative gegen Minderjährige bei der Bundeswehr

Aachen (epd). Die Aachener Friedenspreis-Initiative kritisiert die steigende Zahl minderjähriger Soldaten bei der Bundeswehr und fordert einen Aufnahmestopp für Bewerber unter 18 Jahren. Die Bundeswehr könne nicht mit anderen Arbeitgebern gleichgesetzt werden, denn dort gehe es um Kriegseinsätze, erklärte Sprecherin Lea Heuser am Donnerstag in Aachen. 

Weniger Tote durch Minen in Kolumbien

Rio de Janeiro (epd). Nach dem Friedensschluss zwischen Regierung und Farc-Guerilla in Kolumbien ist die Zahl der Minenopfer deutlich zurückgegangen. Im vergangenen Jahr wurden durch Antipersonenminen 39 Menschen getötet oder verletzt.

Restbestände aus Libyens Chemiewaffen-Programm in Munster vernichtet

Munster/Berlin (epd). In Deutschland sind rund 500 Tonnen giftiger Substanzen aus dem libyschen Chemiewaffen-Programm vernichtet worden. Wie das Auswärtige Amt und das Verteidigungsministerium am Freitag in Berlin mitteilten, soll zum Abschluss dieser Maßnahme am kommenden Donnerstag ein Festakt in Munster in der Lüneburger Heide stattfinden.

Bürgerinitiative Offene Heide demonstriert weiter

Colbitz (epd). Die Bürgerinitiative Offene Heide trifft sich am Sonntag zu ihrem ersten Friedensweg im neuen Jahr. Geplant sei eine Kundgebung zum Auftakt in Colbitz und eine etwa fünf Kilometer lange Wanderung durch den Ort, teilten die Organisatoren mit. Es ist bereits der 295. Friedensweg. Die Offene Heide feiert in diesem Jahr zudem ihr 25. Bestehen und führt den 300.

Evangelische Friedensverbände: Pazifistische Stimmen immer wichtiger

Bonn (epd). Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) will sich in den kommenden zwei Jahren verstärkt den Themen Gewissensfreiheit, Gewissensbildung und pazifistische Friedenstheologie widmen. Diese Fragen gewännen zunehmend an Bedeutung, erklärte der Bundesvorsitzende Christoph Münchow am Dienstagabend in Bonn.

Westfälische Kirche kritisiert Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien

Bielefeld (epd). Die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, hat deutsche Waffenexporte nach Saudi-Arabien kritisiert. "Der Krieg im Jemen zeigt: Waffen aus Deutschland sind eine Ursache für Flucht und Vertreibung", erklärte Kurschus am Mittwoch in Bielefeld.